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Aggressionen gegen Helfer: Autos von Rettungskräften manipuliert

Mittwoch, 10. Mai 2017

Oberwesel – Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind im Einsatz regelmä­ßig mit Wut und Hass konfrontiert. Am vergangenen Wochenende wurde ein Auto auf dem Parkplatz der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Oberwesel so manipuliert, dass sich bei der anschließenden Fahrt ein Vorderreifen löste, wie die Poli­zei mitteilte. Der 34-jährige Rettungssanitäter, dem der Wagen gehörte, stoppte gerade noch rechtzeitig. „Das war bereits der fünfte Vorfall“, sagte Martin Maser, Geschäfts­füh­rer des DRK-Kreisverbands Rhein-Hunsrück heute. Anfang April war eine Mitarbeiterin verunglückt, weil ein loser Reifen den Kotflügel ihres Wagens durchschla­gen hatte. Die Frau blieb unverletzt.

„Wir haben viel mit Aggressionen im Einsatz zu tun“, so Maser. Aber es sei schon sehr dreist, dass sich jemand bei Tageslicht und an einer viel befahrenen Straße an den privaten Fahrzeugen der Rettungskräfte zu schaffen mache. Ein Polizeisprecher in Boppard sagte heute, es handle sich wahrscheinlich um eine Serie. „Wir kennen solche Fälle bisher nur von Polizeifahrzeugen“, so der Polizeisprecher. Bei solchen Straftaten seien oft Neid und Frust im Spiel.

Die Polizei riet, die Mitarbeiter für die verschärften Umstände zu sensibilisieren. „Als Polizist hast du im Kopf, dass dir eventuell jemand schaden will“, so der Polizeisprecher. Nun müssten auch die Rettungskräfte ihre Autos vor jeder Fahrt überprüfen. Maser sagte, die Mitarbeiter der Rettungswache in Oberwesel seien in einem Rundschreiben über die Gefahren informiert worden.

Erst im März hatte sich ein ähnlicher Vorfall beim DRK-Kreisverband Ahrweiler ereignet. Auf der Fahrt vom Nürburgring nach Koblenz hatte eine Mitarbeiterin fünf lose Rad­muttern an einem Notarztfahrzeug entdeckt. © dpa/aerzteblatt.de

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