Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Palliativdienst im Krankenhaus muss angemessen ausgestattet sein

Dienstag, 16. Mai 2017

Berlin – Die neuen multiprofessionellen mobilen Palliativdienste im Krankenhaus benöti­gen ausreichend Personal, um sinnvoll arbeiten zu können – und das kostet Geld. Da­­rauf hat jetzt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hingewiesen und da­vor gewarnt, die Dienste unterzufinanzieren. „Palliativdienste im Krankenhaus müssen bundesweit auskömmlich finanziert werden, um der anspruchsvollen Aufgabe der Be­hand­­lung und Begleitung schwerstkranker Patienten und ihrer Angehörigen gerecht wer­den zu können“, betonte der Vizepräsident der DGP, Bernd-Oliver Maier.

Seit diesem Jahr haben Krankenhäuser die Möglichkeit, mit Kostenträgern kranken­haus­individuelle Zusatzentgelte für multiprofessionelle mobile Palliativdienste im Krankenhaus zu verhandeln. Ärzte können den Palliativdienst für schwerstkranke und sterbende Pa­tien­ten auf sämtlichen Stationen hinzuziehen. „Hinter der nüchternen Ziffer 8-98h im Klassifikationssystem OPS 2017 des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) verbirgt sich ein grundsätzlicher und erheb­licher Fortschritt in der stationären Versorgung schwerkranker Menschen“, hieß es aus der DGP. Das neue Angebot sei insbesondere für die über 80 Prozent der Kranken­häuser ohne Palliativ­sta­tion zukunftsweisend.

Für seine Arbeit benötigt der Palliativdienst laut der Fachgesellschaft jedoch eine Min­dest­­personalstruktur. „Es entspricht dem wissenschaftlichen Qualitätsstandard, dem Team des Palliativdienstes neben Ärzten und Pflegefachkräften erstmals mindestens einen Vertreter aus der Sozialarbeit/Sozialpädagogik, Psychologie/Psychotherapie oder Physiotherapie/Ergotherapie zuzuordnen. Nur eine enge multiprofessionelle Zusam­men­arbeit im Team gewährleistet eine umfassende Versorgung schwerkranker und sterben­der Menschen“, so die DGP.

Es sei daher besonders wichtig, dass die noch zu verhandelnden krankenhausindividu­ellen und die ab 2019 bewerteten Zusatzentgelte die fachliche Qualität und die weiteren Anforderungen wie die 24-stündige Erreichbarkeit auch kostendeckend gegenfinan­zier­ten, appellierte die Fachgesellschaft. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

14.11.17
Plädoyer für Pflegeinitiative und Bürokratieabbau
Düsseldorf – Für die Verbände und die Spitzenorganisationen der Krankenhausträger und der Pflegeberufe steht eine nachhaltige Verbesserung der finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen im......
13.11.17
Fachkräftemangel zentrales Problem der Krankenhäuser
Düsseldorf – Personalsicherung und Fachkräftemangel in der Pflege sind die zentralen Reformbaustellen in der kommenden Legislaturperiode. Das machten die Referenten auf dem 40. Deutschen......
07.11.17
Klinikbehandlungen in Thüringen nehmen weiter zu
Erfurt – Der Aufwärtstrend bei Krankenhausbehandlungen hält in Thüringen weiter an. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der vollstationär behandelten Patienten im Vergleich zu 2015 leicht um 0,4......
02.11.17
Berufliche Sterbebegleitung belastet
Gießen – Die Betreuung und Begleitung Sterbender ist enorm belastend, bietet aber auch Chancen zur individuellen Entwicklung. Das ist das Ergebnis einer Studie der TransMIT-Versorgungsforschung in......
30.10.17
Hartmannbund sieht Palliativversorgung in Westfalen-Lippe als Vorreiter
Berlin – Der Landesverband Westfalen-Lippe des Hartmannbundes (HB) hat die patientennahe Palliativversorgung in Westfalen-Lippe gelobt. Hintergrund ist ein Palliativvertrag, den die Kassenärztliche......
19.10.17
Katholische Krankenhäuser: Verdi soll sich nicht in Tarifpolitik einmischen
Berlin – In der Debatte um Streiks an katholischen Krankenhäusern verbittet sich der Katholische Krankenhausverband die Einmischung der Gewerkschaft Verdi. „Für die Krankenhäuser kann ich sagen, dass......
18.10.17
Garantie für Krankenhausstandorte in Mecklenburg-Vor­pommern
Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Ge­sund­heits­mi­nis­ter Harry Glawe (CDU) hat eine Bestandsgarantie für die 37 Krankenhäuser im Land abgegeben. „Wir haben nicht die Absicht, Krankenhäuser zu......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige