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Vermischtes

Deutschland bei Alkoholkonsum in Spitzengruppe

Mittwoch, 17. Mai 2017

/Syda Productions, stock.adobe.com

Genf – Wo ist die Luft am schlechtesten, wer trinkt am meisten, wie problematisch ist Malaria? Antworten gibt die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in ihrem Statistischen Jahrbuch, das heute vorgestellt wurde. Beim Alkoholkonsum liegt Deutschland in der Spitzen­gruppe. Unter den 194 WHO-Mitgliedern kommt die Bundes­republik mit 11,4 Litern reinem Alko­hol pro Kopf und Jahr auf Platz 23. Ob dabei haupt­sächlich Bier, Wein oder Spirituosen getrunken werden, hat die WHO nicht ermittelt.

Den meisten Alkohol tranken über 15-Jäh­ri­ge im vergangenen Jahr in Litauen: 18,2 Liter. Die Litauer liegen drei Plätze vor den Russen. Auf den ersten 16 Plätzen sind europäi­sche Länder. Mehr als in Deutschland wird den Schätzungen zufolge etwa in Belgien, Großbritannien, Polen und Frankreich getrunken.

Die gesundheitlichen Folgen durch Luftverschmutzung sind laut WHO in Südkorea am schwerwiegendsten. Dort gingen 2012 statistisch gesehen 238,4 Todesfälle pro 100.000 Einwohner darauf zurück. China folgt mit 161,1 Fällen erst auf Platz sechs, nach Bos­ni­en-Herzegowina, Bulgarien, Georgien und Albanien. Die Zahlen stammen aus WHO-ei­genen Erhebungen oder überwiegend von anderen UN-Organisationen.

Die WHO betont Fortschritte bei der Erhebung von Todesursachen. „Wenn Länder nicht wissen, was ihre Menschen krank macht oder woran sie sterben, ist es schwierig zu wiss­en, was man dagegen tun kann“, sagte WHO-Expertin Marie-Paule Kieny. Im Jahr 2005 sei ein Drittel der Todesursachen erhoben worden, 2015 sei es bereits fast die Hälfte ge­wesen. Die Lebenserwartung ist von 2000 bis 2015 global gesehen um fünf Jahre ge­stie­gen.

Die WHO befasst sich auch mit den Nachhaltigkeitszielen, die die Vereinten Nationen bis 2030 erreichen wollen. An den Zahlen sollen in den nächsten Jahren die Fortschritte gemessen werden. Zum Beispiel:

  • Die Müttersterblichkeit unter 70 pro 100.000 Geburten senken. 2015 lag die Zahl noch bei 216, jeden Tag sterben 830 Frauen bei der Geburt.
  • Die Malaria-Epidemie beenden. Weltweit gab es 2015 noch 212 Millionen Fälle. Aber 60 Prozent der Menschen in Risikogebieten für Malaria hatten Moskitonetze, verglichen mit 34 Prozent im Jahr 2010.
  • Mangelernährung bei Kindern beenden. Jedes fünfte Kind unter fünf Jahren ist wegen schlechter Ernährung zu klein für sein Alter. In Europa sind hingegen 12,8 Prozent der Kinder unter fünf Jahren übergewichtig.
© dpa/aerzteblatt.de
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