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Politik

Medizin und Gesundheits­wissenschaften stellen die meisten Forscher

Donnerstag, 18. Mai 2017

Berlin – 47 Prozent des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen arbeitet in zwei Fächergruppen: 24 Prozent in der Humanmedizin beziehungsweise den Gesundheits­wissenschaften, 23 Prozent in Mathematik und Naturwissenschaften. Erst danach folgen die Ingenieurwissenschaften mit 16 Prozent, die Rechts- ,Wirtschafts- und Sozialwissen­schaften mit 13 Prozent sowie die Sprach- und Kulturwissenschaften mit zwölf Prozent. Das geht aus dem neuen „Bundesbericht Wissenschaftlicher Nach­wuchs“ (BuWiN) her­vor.

Er liefert einmal pro Legislaturperiode Daten und Forschungs­befunde zum Bestand, zu Qualifikations- und Karrierewegen sowie zu den beruflichen Perspektiven Promovieren­der und Promovierter in Deutschland. Erstellt hat den Bericht ein unabhängiges wissen­schaftliches Konsortium unter der Leitung des Instituts für Innovation und Technik, Berlin.

Laut dem Bericht sind die Wissenschaftler im Bereich Humanmedizin / Gesundheits­wis­sen­schaften zu 51 Prozent Männer und zu 49 Prozent Frauen – allerdings über alle Kar­rierestufen gemittelt (Seite 99 des Berichtes). In den Jahren 2001 bis 2014 haben sich 11.796 Wissenschaftler im Bereich Humanmedizin / Gesundheitswissenschaften habi­li­tiert. Die Schere zwischen Männern und Frauen öffnet sich hier deutlich: Im Jahr 2014 waren laut Report nur ein Viertel der Habilitanden in diesem Fachbereich Frauen.

Für den wissenschaftlichen Nachwuchs stellt es laut dem Bericht eine Herausforderung dar, dass akademische Karrieren vielfach mit mangelnder Planbarkeit, unsicheren Pers­pektiven und problematischen Beschäftigungsbedingungen einhergingen. Dies betreffe weniger die Promotionsphase als vielmehr die Qualifizierungsphase nach der Promotion.

Beim Thema Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere sowie der Chancen­ge­rechtigkeit konstatiert die Expertenkommission, dass viele familienpolitische Maßnah­men der vergangeneen Jahre in die richtige Richtung wiesen, kritisiert aber, dass es ins­gesamt immer noch zu wenige Betreuungsmöglichkeiten gebe. © hil/aerzteblatt.de

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