Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Systematische Analyse der Notfallversorgung in Brandenburg läuft an

Mittwoch, 17. Mai 2017

Potsdam/Berlin – Krankenhäuser, Ärzte, Krankenkassen und Politik in Brandenburg wer­den in den kommenden drei Jahren in einem Forschungsprojekt die medizinische Not­fall­­versorgung systematisch analysieren und umgestalten. „Durch unsere drei Säulen der Notfallversorgung – den ärztlichen Bereitschaftsdienst, die Krankenhaus-Notaufnah­men und die Rettungsdienste – können sich Brandenburger bei akuten Situationen je­derzeit auf beste medizinische Versorgung verlassen. Das soll auch künftig so bleiben. Daher wollen wir prüfen, wie wir diese Ressourcen zum Wohle aller optimal organisie­ren“, sagte die brandenburgische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Diana Golze (Die Linke). Der Innova­ti­ons­fonds finanziert das Projekt, Wissenschaftler des IGES-Institutes begleiten die Ar­beit.

„Ob Informationslücken über medizinische Angebote, Erreichbarkeitsprobleme von Ärz­ten oder veränderte Ansprüche an die Gesundheitsversorgung, viele Faktoren beein­flus­sen Patienten bei der Suche nach medizinischer Hilfe. Wie all dies auf regionaler Ebe­ne zusammenwirkt und optimal aufeinander abgestimmt werden kann, wissen wir bis­her kaum“, sagte Martin Albrecht, Geschäftsführer am IGES-Institut und wissen­schaft­­li­cher Leiter des Forschungsprojektes. Eine umfassende Bestandsaufnahme der Not- und Akutversorgung stehe daher am Beginn des Forschungsprojektes.

„Hervorzuheben ist der ganzheitliche Ansatz des Forschungsvorhabens. Alle an der akut- und notmedizinischen Versorgung Beteiligten sitzen mit dem gemeinsamen Ziel am Tisch, neue Erkenntnisse zu gewinnen und diese in den Versorgungsalltag zu über­tra­gen“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Branden­burg, Peter Noack. „Das Projekt wird uns wichtige Erkenntnisse für eine verbesserte me­dizinische Versorgung in unserem Flächenland vermitteln. Das wird den Kliniken ermög­lichen, sich verstärkt auf ihre originären Aufgaben zu konzentrieren“, sagte der Vor­stands­vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg, Detlef Troppens.

An dem bis 2019 laufenden Forschungsprojekt beteiligen sich unter Federführung des brandenburgischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie das Ministerium des Innern und für Kommunales, die Kassenärztliche Vereinigung Bran­denburg, die Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg, der Landespflegerat, der Landkreistag Brandenburg, der Städte- und Gemeindebund Brandenburg sowie von Seiten der Krankenkassen die AOK Nordost, der BKK Landesverband Mitte, die Knapp­schaft (Regionaldirektion Cottbus), die IKK Brandenburg und Berlin sowie der Verband der Ersatzkassen. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

31.07.17
Datenbrille soll Katastrophenhelfer bei Großeinsätzen unterstützen
Aachen – Mit einer Datenbrille für Rettungskräfte wollen Wissenschaftler die Erstversorgung bei großen Unfällen und Katastrophen mit vielen Verletzten verbessern. Die Einsatzkräfte vor Ort könnten mit......
26.07.17
Berlin/Magdeburg – Die Notaufnahmen deutlich aufwerten will eine Allianz von Pflegekräften und Notärzten. Das „Aktionsbündnis Notfallpflege“ fordert, Notaufnahmen als eigenständige Funktionsbereiche......
25.07.17
Schwerverletzte: Versorgung im Schockraum verbessern
Gießen – Wer sich in Deutschland zum Facharzt weiterbilden lässt, muss kein Training zur Schockraumbehandlung absolvieren. Dabei konnten Studien zeigen, dass beispielsweise die......
18.07.17
Berlin – Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Managed Care (BMC), Volker Amelung, hat die Einrichtung des Innovationsfonds als eine der gesetzlichen Regelungen aus der jüngsten Vergangenheit......
13.07.17
Münster – „Die Patienten erwarten zu Recht, dass sie in gesundheitlichen Notfallsituationen adäquat medizinisch versorgt werden,“ sagte Theodor Windhorst anlässlich des Westfälischen Ärztetags, der in......
04.07.17
Antibiotika: Modellvorhaben zur Resistenzvermeidung gestartet
Berlin – Ärzte und Patienten sollen für einen adäquateren Umgang mit Antibiotika sensibilisiert werden. Verbessert werden soll auch die Qualität der Versorgung. Beides wollen der Verband der......
29.06.17
Notarzteinsätze steigen jährlich um fünf bis sieben Prozent
Berlin – Ein Strukturproblem bei der notärztlichen Versorgung in Deutschland sieht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Sie bezieht sich dabei auf eine......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige