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Hochschulen

Gegen den Hausärztemangel: Im Medizinstudium Einblicke gewinnen

Donnerstag, 18. Mai 2017

Leipzig – Das neue Studien-Begleitprojekt „Leipziger Kompetenzpfad Allgemein­medizin“ (LeiKA) will Medizinstudierenden der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig den Hausarzt­beruf nahebringen. 30 Studierende können pro Jahrgang an zwei Tagen im Semester in einer Hausarztpraxis hospitieren. Das Projekt laufe jetzt im zweiten Semester und werde von den Studierenden und von den Patenärzten der Hospitationspraxen gut angenommen, hieß es aus der Universitätsklinik.

Viele Medizinstudierende entscheiden sich nach dem Studium für eine fachärztliche und gegen eine hausärztliche Tätigkeit. Das liegt nach Meinung der Projektleiter vor allem an einem verzerrten Bild des Hausarztberufs bei den Studierenden. „Aus eigenen Studien wissen wir aber, dass sich dennoch über 40 Prozent der Studienanfänger zumindest vorstellen können, später als Hausarzt zu arbeiten. Und genau die wollen wir erreichen, frei von Verpflichtungen und Zwängen“, erläuterte Christiane Saur, Koordinatorin des Projekts an der selbstständigen Abteilung für Allgemeinmedizin der medizinischen Fakultät.

Die Projektteilnehmer erhalten neben den Praxistagen auch eine theoretische Ausbildung in grundlegenden ärztlichen Fähigkeiten, Arzt-Patienten-Kommunikation und betriebswirtschaft­lichem Praxismanagement. Ihren Patenärzten stehen kostenlose Fort- und Weiterbildungen offen, darüber hinaus können sie ihre Praxis als „Akademische Lehrpraxis“ zertifizieren lassen. © hil/aerzteblatt.de

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