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Vermischtes

Anteil übergewichtiger Jugendlicher wächst in Deutschland besonders schnell

Donnerstag, 18. Mai 2017

/kwanchaichaiudom, stock.adobe.com

Paris/Berlin – Übergewicht und Fettleibigkeit sind bei Kindern und Jugendlichen ein wachsendes Problem. Neue Daten dazu hat jetzt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgelegt. Danach ist in den 29 OECD-Ländern, für die diese Daten vorliegen, der Anteil übergewichtiger 15-Jähriger zwischen 2001/02 und 2013/14 von zwölf auf 15,5 Prozent gewachsen. Deutschland liegt hier ungefähr im OECD-Schnitt, der Anteil Übergewichtiger wächst aber schneller: Er ist im gleich Zeitraum von elf auf 16 Prozent gestiegen.

Die OECD-Studie zeigt auf Basis von Erfahrungen aus einzelnen Ländern auch, wie Regierungen Verbraucher wirksam bei einer gesunden Lebensführung unterstützten können. Als erfolgreich haben sich danach Etiketten zur Kennzeichnung von Inhalts­stoffen in Kombination mit digitalen Aufklärungskampagnen erwiesen. „In Chile, Island, Irland oder Mexiko wird zudem Werbung für ungesunde Nahrungsmittel oder stark zuckerhaltige Getränke gesetzlich eingeschränkt“, berich­ten die Studienautoren. 

Mehr Engagement der Politik fordern Verbände wie die Deutsche Diabetes-Gesellschaft und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) bereits seit langem. „Schuld an der epidemischen Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen trägt auch zu einem großen Teil die Wirtschaft. Und die Politik, die sich bisher nicht dazu durchringen kann, die Kinder besser zu schützen“, sagte Thomas Fischbach, Präsident des BVKJ, in diesem Frühjahr.

Der Anteil aller Menschen mit einem Body-Mass-Index von mehr als 30 beträgt in Deutschland laut der OECD 23,6 Prozent. Deutlich mehr Fettleibige gibt es demnach in den USA und in Mexiko, deutlich weniger in Japan und in Korea. Hier liegt der Anteil bei 3,7 beziehungsweise 5,3 Prozent der Bevölkerung. © hil/aerzteblatt.de

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