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DRK beklagt Unterfinanzierung bei Umschulungen zu Notfallsanitätern

Freitag, 19. Mai 2017

Erfurt – In Thüringen ist die Weiterqualifizierung von Rettungsdienstbeschäftigten zu Notfallsanitätern nach Ansicht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nicht ausreichend finanziert. In vielen DRK-Kreisverbänden laufe die nach einer Gesetzesnovelle erforderliche Umschulung der bisherigen Rettungsdienstassistenten für das neue Berufsbild deshalb noch zögerlich, sagte Henning Winkler, zuständiger Abteilungsleiter beim DRK-Landesverband.

In Thüringen war vor knapp drei Jahren die Sanitäterausbildung reformiert worden. Das Berufsbild des Notfallsanitäters hat das des Rettungsassistenten abgelöst. Laut Bildungsministerium absolvierten seitdem 321 Beschäftigte, die bereits seit Jahren im Rettungsdienst arbeiten, erfolgreich die Umschulung. In Thüringen liegt der Rettungs­dienst überwiegend in den Händen der großen Hilfsorganisationen DRK, Johanniter, Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und Malteser. Vereinzelt sind auch private Anbieter zuständig. Allein das DRK beschäftigt in Thüringen mehrere hundert Rettungskräfte.

Für den berufsbegleitenden Unterricht müssten die Umschüler von den Rettungsdienst-Anbietern freigestellt und Ersatz gesucht oder eine Überstundenvergütung gezahlt werden, sagte Winkler. Die Zahlungen der Kostenträger deckten die dabei anfallenden Kosten in großen Teilen nur unzureichend.

Die Krankenkasse AOK plus, die die Vergütungsverhandlungen mit den Rettungs­diensten führt, sieht dies anders. In den Verhandlungen gibt es aus ihrer Sicht keine Uneinigkeit zwischen Kassen und Rettungsdiensten. Derzeit würden je nach Dauer der Lehrgänge zwischen 1.830 Euro und 8.000 Euro je Umschulung übernommen, sagte eine AOK-Sprecherin. Die Kassen übernehmen auch die Kosten für die dreijährige Berufsausbildung von Schulabgängern zum Notfallsanitäter. Sie finanzieren jährlich bis zu 60 Stellen pro Ausbildungsgang. © dpa/aerzteblatt.de

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