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Kündigung von Klinikchef im Streit um Abtreibungen unwirksam

Montag, 22. Mai 2017

Lüneburg – Nach dem Streit um Schwangerschaftsabbrüche an der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg ist die Kündigung des Klinikchefs vom Arbeitsgericht Lüneburg (Az.: 2 Ca 41/17) für unwirksam erklärt worden.

Der Vorwurf der Kompetenzüberschreitung habe nicht für eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung ausgereicht, sagte die Direktorin des Gerichts, Charlotte Groschupf. Die am Freitag gefallene Entscheidung sei noch nicht rechtskräftig, da eine Berufung möglich sei. Zunächst hatte die Elbe-Jeetzel-Zeitung hierüber berichtet.

Der Verwaltungschef war im Februar von der Betreibergesellschaft Capio Deutsche Klinik GmbH wegen unüberbrückbarer Differenzen entlassen worden. Anfang Februar hatte zunächst der Gynäkologie-Chefarzt seinen Rückzug aus der Klinik angekündigt.

Er war in die Kritik geraten, nachdem er unter Berufung auf seinen christlichen Glauben Abtreibungen abgelehnt hatte. Der Klinikchef hatte sein Vorgehen verteidigt. Nach Auffassung der Klinikgesellschaft könnten zwar einzelne Ärzte diese Eingriffe ablehnen, jedoch nicht das Krankenhaus als Ganzes. © dpa/aerzteblatt.de

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