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Ärzteschaft

Hausärzteverband fordert Bekenntnis zu hausärztlichen Kompetenzen

Dienstag, 23. Mai 2017

Freiburg – Anlässlich des heute beginnenden 120. Deutschen Ärztetages hat der Deutsche Hausärzteverband ein klares Bekenntnis zum Erhalt hausärztlicher Kompetenzen gefordert. „Wir wehren uns daher entschieden gegen Gedankenspiele, hausärztliche Aufgaben auszulagern, beispielsweise an Arztassistenten“, sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt in Freiburg.

Patienten dürften nicht von „Scheinärzten“ behandelt werden. „Unsere Position ist ganz klar: Ja, zu spezifischer Delegation und Unterstützung – nein, zur Substitution hausärztlicher Aufgaben“, so Weigeldt. Die oberste Prämisse dabei müsse sein, dass Mitarbeiter in den Praxen nur unter der Verantwortung der Hausärzte arbeiteten. Weigeldt forderte alle ärztlichen Organisationen dazu auf, bei der Sicherung der hausärztlichen Versorgung endlich an einem Strang zu ziehen.

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„Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass die Frage, wie auch in Zukunft eine vernünftige hausärztliche Versorgung sichergestellt werden kann, ausschließliches Interesse einiger ausgewählter Ärzteverbände ist“, so der Bundesvorsitzende. Dabei müsse jedem klar sein, dass die Versorgung in allen Bereichen auf eine gute hausärztliche Primärversorgung angewiesen sei.

„Mir fehlt daher langsam wirklich jedes Verständnis dafür, dass sich bis heute einige ärztliche Vertreter mit Händen und Füßen gegen eine Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium oder in der Weiterbildung wehren“, sagte Weigeldt. © hil/sb/aerzteblatt.de

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