NewsAuslandKongo genehmigt Test mit Impfstoff gegen Ebola
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Kongo genehmigt Test mit Impfstoff gegen Ebola

Montag, 29. Mai 2017

Kinshasa – Die Demokratische Republik Kongo hat einen Test mit einem in der Ent­wick­lung befindlichen Impfstoff gegen das lebensbedrohliche Ebolafieber geneh­migt. Die Behörden in Kinshasa warteten nun auf einen „Einsatzplan“ der internationalen Partner, um den Impfstoff gegen die Viruserkrankung auszuprobieren, sagte ein Mitarbeiter des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums heute in Kinshasa. Am 12. Mai hatte die Regierung der Demokratischen Republik Kongo einen Ebola-Ausbruch gemeldet, der Ende April eingesetzt hatte.

Der „Einsatzplan“ solle festlegen, welche Schritte im Einzelnen zu unternehmen seien und in welchen Regionen der Test erfolgen könne, sagte der Mitarbeiter des Gesund­heits­ministeriums. Es gibt noch keinen allgemein zugelassenen Ebola-Impfstoff, aber die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) erklärte Anfang Mai, es gebe einen vielver­sprechenden Impfstoff in der Versuchsphase. In einem klinischen Test waren 2015 fast 6.000 Menschen im westafrikanischen Guinea geimpft worden, keiner von ihnen steckte sich mit dem Ebola-Virus an.

In der Demokratischen Republik Kongo gibt es derzeit zwei im Labor nachgewiesene Ebolafälle und 18 Verdachtsfälle. Insgesamt wurden in letzter Zeit drei Todesfälle registriert, darunter ein 39-jähriger Mann, der am 22. April an Fieber, Erbrechen und Blutungen starb.

Bei einer Ebola-Epidemie, die im Dezember 2013 begann und die westafrikanischen Länder Guinea, Sierra Leone und Liberia heimsuchte, starben insgesamt rund 11.300 Menschen an dem Virus. In der Demokratischen Republik Kongo ist derzeit eine Regenwaldregion in der Provinz Bas-Uele an der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik betroffen. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17. August 2018
Peking – Als Konsequenz aus dem Impfstoff-Skandal in China sind eine Reihe hochrangiger Funktionäre bestraft worden. Jin Yuhui, Vizegouverneur der Provinz Jilin, sowie Liu Changlong, Bürgermeister der
Impfstoffskandal: Funktionäre in China müssen Posten räumen
15. August 2018
Berlin – Deutschland stellt der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) umgerechnet rund drei Millionen Euro für den Kampf gegen Ebola in der Demokratischen Republik Kongo zur Verfügung. Das kündigte
Spahn gibt weitere drei Millionen Euro zur Bekämpfung von Ebola
15. August 2018
Berlin – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die AOK Nordost haben eine neue Vereinbarung zu Satzungsimpfungen geschlossen. „Satzungsimpfungen“ sind Leistungen, die die Krankenkassen
Impfvereinbarung vereinfacht Abrechnung in Berlin
14. August 2018
Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) steht beim Kampf gegen den erneuten Ausbruch von Ebola im Kongo vor Problemen. Da es sich bei dem betroffenen Gebiet um eine Konfliktzone handle, sei der
WHO sieht große Gefahr für Ausbreitung von Ebola im Kongo
13. August 2018
Köln – Ein Ebola-Ausbruch kann erhebliche gesellschaftspolitische Auswirkungen in den betroffenen Ländern haben. Er könne dazu führen, dass Menschen das Vertrauen in Autoritäten und Institutionen
Ebolaausbruch gefährdet Vertrauen in Politik
10. August 2018
Berlin – Ärzte und Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern schützen sich vielfach nicht gegen Influenza. Einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge lassen sich lediglich 40,1 Prozent aller
Ärzte und Pfleger viel zu selten gegen Influenza geimpft
10. August 2018
Goma – Der Kongo will den jüngsten Ebola-Ausbruch mit einer Impfkampagne unter Kontrolle bringen. Dafür sollen zunächst 3.000 Dosen des Impfstoffs in den betroffenen Gebieten im Osten des

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER