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Medizin

Stillen reduziert Schmerzen nach Kaiserschnitt

Dienstag, 6. Juni 2017

/ Cara-Foto, stock.adobe.com

Columbus – Nach einem Kaiserschnitt leidet eine von fünf Müttern noch drei weitere Monate unter chronischen Schmerzen. Mindestens zweimonatiges Stillen könnte das Risiko reduzieren, berichten Forscher um Carmen Alicia Vargas Berenjeno vom Hospital Universitario Nuestra Señora de Valme in Sevilla auf dem Euroanaesthesia-Congress in Genf anhand vorläufiger Studienergebnisse (Kongress-Poster).

Mütter, die weniger als zwei Monate nach einem Kaiserschnitt stillten, hatten ein dreifaches Risiko für chronische Schmerzen im Vergleich zu längeren Stilldauern. Insgesamt wurden 185 Mütter im Rahmen der Studie untersucht. Davon stillten 87 Prozent ihre Kinder, 58 Prozent stillten zwei Monate oder länger. Fast ein Viertel der Frauen, die ihr Baby kürzer als zwei Monate gestillt hatten, berichteten noch vier Monate nach dem Kaiserschnitt über chronische Schmerzen in der Umgebung der Kaiserschnittwunde. Auf einer Schmerzskala gaben sie mindestens fünf von zehn Punkten an. Von den Frauen, die länger gestillt hatten, waren hingegen nur acht Prozent betroffen. Der Still-Vorteil zeigte sich auch noch deutlich, nachdem die Forscher Altersunterschiede berücksichtigt hatten.

Ein weiterer Faktor, der das Risiko chronischer Schmerzen erhöhte, war ein niedriger Bildungsabschluss. Frauen, die studiert hatten, litten seltener an Schmerzen nach einem Kaiserschnitt (6,5 Prozent versus 17,2 Prozent). © gie/aerzteblatt.de

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