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Caritas will mehr Geld für Betreuungsdienste

Dienstag, 6. Juni 2017

Schwerin – Die Caritas Mecklenburg-Vorpommern hat die Landesregierung aufgefor­dert, im Bundesrat für die 15-prozentige Erhöhung der Stundensätze für Betreuungs­dienste zu stimmen. „Seit 2005 sind die Sätze nicht erhöht worden“, sagte Hartmut Storrer, der bei der Caritas für die sozialen Dienste zuständig ist.

Der Bundestag hatte diese Erhöhung Mitte Mai beschlossen, einige Bundesländer – unter anderem Mecklenburg-Vorpommern – sträubten sich jedoch dagegen, im Bundesrat ihre Zustimmung zu geben. Die Länder riskierten so die Existenz dieser Vereine, die teilweise seit Jahren defizitär arbeiten, sagte Storrer. Seit 2013 hätten bundesweit 28 Betreuungsvereine ihre Tätigkeit aufgeben müssen.

Im vergangenen Jahr sank nach Angaben des Justizministeriums die Zahl derer, die in Mecklenburg-Vorpommern betreut werden, von 35.281 auf 34.897. „Auch wenn weniger Betreuungen sind, so ist das Thema doch hochaktuell. Die Statistik zeigt auch, dass die Betreuungen immer intensiver werden, denn die Ausgaben des Landes für Betreuer und Pfleger sind im vorigen Jahr auf knapp 28 Millionen Euro gestiegen“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). 2011 seien es vier Millionen Euro weniger gewesen.

Wie Storrer erklärte, wurden die Betreuungsdienste 1992 anstelle von Vormund­schaften oder Entmündigungen eingerichtet. Etwa 50 Prozent der Betroffenen würden von Familienangehörigen versorgt, die andere Hälfte übernähmen hauptberuflich Tätige. In den landesweit 29 Betreuungsvereinen, die beispielsweise von der Caritas organisiert werden, seien mehrere hauptberufliche Betreuer zusammengeschlossen. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit leiteten sie die ehrenamtlich arbeitenden Betreuer an.

Betreuer nähmen die Betroffenen für bestimmte Teile des Lebens in Obhut, meist für die Finanzen. „Sie sind nicht befugt, Entscheidungen aus eigener Überzeugung zu treffen, sie müssen die Entscheidung des Betreuten umsetzen. Sie sind Sachwalter für die Angelegenheiten und in der Meinung des Betreuten“, sagte Storrer. © dpa/aerzteblatt.de

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