NewsVermischtesCaritas will mehr Geld für Betreuungsdienste
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Caritas will mehr Geld für Betreuungsdienste

Dienstag, 6. Juni 2017

Schwerin – Die Caritas Mecklenburg-Vorpommern hat die Landesregierung aufgefor­dert, im Bundesrat für die 15-prozentige Erhöhung der Stundensätze für Betreuungs­dienste zu stimmen. „Seit 2005 sind die Sätze nicht erhöht worden“, sagte Hartmut Storrer, der bei der Caritas für die sozialen Dienste zuständig ist.

Der Bundestag hatte diese Erhöhung Mitte Mai beschlossen, einige Bundesländer – unter anderem Mecklenburg-Vorpommern – sträubten sich jedoch dagegen, im Bundesrat ihre Zustimmung zu geben. Die Länder riskierten so die Existenz dieser Vereine, die teilweise seit Jahren defizitär arbeiten, sagte Storrer. Seit 2013 hätten bundesweit 28 Betreuungsvereine ihre Tätigkeit aufgeben müssen.

Im vergangenen Jahr sank nach Angaben des Justizministeriums die Zahl derer, die in Mecklenburg-Vorpommern betreut werden, von 35.281 auf 34.897. „Auch wenn weniger Betreuungen sind, so ist das Thema doch hochaktuell. Die Statistik zeigt auch, dass die Betreuungen immer intensiver werden, denn die Ausgaben des Landes für Betreuer und Pfleger sind im vorigen Jahr auf knapp 28 Millionen Euro gestiegen“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). 2011 seien es vier Millionen Euro weniger gewesen.

Anzeige

Wie Storrer erklärte, wurden die Betreuungsdienste 1992 anstelle von Vormund­schaften oder Entmündigungen eingerichtet. Etwa 50 Prozent der Betroffenen würden von Familienangehörigen versorgt, die andere Hälfte übernähmen hauptberuflich Tätige. In den landesweit 29 Betreuungsvereinen, die beispielsweise von der Caritas organisiert werden, seien mehrere hauptberufliche Betreuer zusammengeschlossen. Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit leiteten sie die ehrenamtlich arbeitenden Betreuer an.

Betreuer nähmen die Betroffenen für bestimmte Teile des Lebens in Obhut, meist für die Finanzen. „Sie sind nicht befugt, Entscheidungen aus eigener Überzeugung zu treffen, sie müssen die Entscheidung des Betreuten umsetzen. Sie sind Sachwalter für die Angelegenheiten und in der Meinung des Betreuten“, sagte Storrer. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Oktober 2018
Schwerin – Immer mehr Menschen in Deutschland erkranken an Rheuma. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse anlässlich des Welt-Rheumatages. Laut der
Zahl der Rheumapatienten steigt
19. September 2018
Schwerin – Die Wirtschaft schlägt Alarm wegen des Ärztemangels in Mecklenburg-Vorpommern. Dieser werde zum Problem für den Wirtschaftsstandort, erklärte die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu
Ärztemangel wird im Nordosten zum Problem für den Wirtschaftsstandort
19. September 2018
Rostock – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern will im Pflegebereich bei dem bisherigen Mix aus professionellen, familiären und ehrenamtlichen Angeboten die ehrenamtliche Seite stärken. Bereits
Sozialministerin Drese will ehrenamtliche Pflege ausbauen
27. August 2018
Schwerin – Die von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern in Aussicht gestellte Kostenfreiheit der Pflegeausbildung wird voraussichtlich 1,4 Millionen Euro kosten. Diese erste Schätzung hat eine
Kostenfreiheit der Pflegeausbildung in Mecklenburg-Vorpommern kostet 1,4 Millionen Euro
8. August 2018
Schwerin – Das Treue-Stipendium von monatlich 300 Euro für angehende Allgemeinmediziner, die später in Mecklenburg-Vorpommern praktizieren wollen, entfaltet nicht die erhoffte Wirkung. Mangels
Medizinstipendium in Mecklenburg-Vorpommern kaum gefragt
24. Juli 2018
Schwerin – Immer mehr Sterbende werden in Mecklenburg-Vorpommern (MV) von ehrenamtlichen Helfern der ambulanten Hospizdienste begleitet. Dies wird von den Krankenkassen wegen der steigenden Fallzahlen
Mehr Geld für ambulante Sterbebegleitung in Mecklenburg-Vorpommern
18. Juli 2018
Schwerin – Eltern in Mecklenburg-Vorpommern, die sich für eine HPV-Impfung ihrer AOK-versicherten Jungen entscheiden, müssen nicht mehr in Vorleistung gehen. Darauf haben sich die Kassenärztliche
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER