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Ausland

Seenotretter fordern von Merkel mehr Unterstützung im Mittelmeer

Mittwoch, 7. Juni 2017

Berlin – Mehrere Hilfsorganisationen haben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehr Unterstützung für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer gefordert. Merkel müsse die Situation im zentralen Mittelmeer öffentlich als humanitäre Krise anerkennen, schrieben die Organisationen Ärzte ohne Grenzen, Sea-Watch und SOS Méditerranée in einem heute veröffentlichten offenen Brief.

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssten ihrer Verantwortung nachkommen, Men­schen in Seenot zu retten, heißt es darin. Deutschland als größter EU-Staat stehe dabei besonders in der Verantwortung. Außerdem müssten legale, sichere Wege für Flüch­tende geschaffen werden. Zivile Hilfsorganisationen hätten seit 2015 Zehntausende Menschen vor dem Ertrinken gerettet.

Deutsche Soldaten retteten seit Mai 2015 mehr als 20.000 Menschen im Mittelmeer. Sie sind seit Sommer 2015 im Rahmen der EU-Mission „Sophia“ vor der libyschen Küste im Kampf gegen Schleuser und Waffenschmuggler im Einsatz.

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Noch immer begeben sich Tausende Menschen von Libyen aus auf die lebensgefähr­liche Überfahrt nach Europa. Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen ertranken dabei in diesem Jahr bereits 1.700 Menschen. Die Zivilschiffe stießen bei den Notrettungen oft an Kapazitätsgrenzen.

Vorwürfe gegen die Organisationen, etwa, dass sie mit Schleppern zusammenarbeite­ten, wiesen die Hilfsorganisationen in dem offenen Brief als „unhaltbar“ zurück. © dpa/aerzteblatt.de

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