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Politik

Pilotprojekt zur Prävention in Pflegeheimen gestartet

Mittwoch, 7. Juni 2017

Berlin – Der AOK Bundesverband startet mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ein Pilotprojekt, um die Gesundheitskompetenz von Bewohnern und Beschäftigten in Pflegeheimen zu erhöhen. Ziel ist es, Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei soll die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Maßnahmen im Mittelpunkt stehen. Die AOK hat dazu ein Qualitätssicherungskonzept angekündigt.

„Rund 800.000 Pflegebedürftige werden heute von mehr als 730.000 Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen versorgt. Damit sie möglichst lange selbstbestimmt leben können, müssen wir sie bestmöglich unterstützen“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zum Start des Projektes. Er betonte, es müsse dafür gesorgt werden, dass die Pflegekräfte, die tagtäglich ihr Bestes für andere geben, selbst gesund blieben.

Laut AOK ist der Krankenstand in den Pflegeberufen in den vergangenen vier Jahren um 0,6 Prozent auf 6,7 Prozent gestiegen. Damit liegt dieser nicht nur 1,4 Prozent­punkte über dem bundesweiten Wert, sondern ist auch um 0,2 Prozentpunkte schneller gestiegen als im Durchschnitt. Der Krankenstand beziffert die Zahl der arbeitsunfähig geschriebenen Kranken bezogen auf 100 Pflichtmitglieder einer Krankenkasse.

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„Das Thema Prävention in der Pflege muss noch stark ausgebaut werden“, sagte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. Es sei wichtig, das Gesund­heits­potenzial von Menschen in Pflegeheimen zu erkennen, zu fördern und zu stär­ken“.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit für vier Jahre gefördert. Das Forschungsprojekt wird durch einen Beirat unterstützt, dem Vertreter von Pflegeein­rich­tungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie von Kranken- und Pflegekassen angehören sollen. © hil/aerzteblatt.de

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