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OP-Betrieb von Streik an Uniklinik Magdeburg betroffen

Donnerstag, 8. Juni 2017

/dpa

Magdeburg – Ein Warnstreik des Personals hat am Uniklinikum in Magdeburg heute stundenlang den OP-Betrieb lahmgelegt. Die Arbeit in den Operationssälen sei heruntergefahren worden, sagte der ärztliche Direktor des Hauses, Jan Hülsemann. Geplante Eingriffe mussten verschoben werden. Notfälle seien hingegen uneinge­schränkt versorgt worden, auch in den Ambulanzen seien die Patienten behandelt worden. Es mussten jedoch mitunter längere Wartezeiten in Kauf genommen werden, hieß es.

Die Gewerkschaft Verdi hatte von sieben Uhr morgens an das nichtärztliche Personal zu einem vierstündigen Warnstreik aufgerufen, um Druck in den laufenden Tarifverhand­lungen zu machen. Rund 500 Beschäftigte beteiligten sich an der Aktion, wie Gewerk­schaftssprecher Bernd Becker sagte.

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Mehr Geghalt, höhere Nachtzuschläge

Verdi will im Tarifkonflikt eine Angleichung der Löhne am Uniklinikum an das Niveau der Landesbeschäftigten erhalten. Seit 2006 gelten in dem Magdeburger Krankenhaus nicht mehr die Tarifregelungen des öffentlichen Dienstes, sondern es gibt einen Haus­tarifvertrag.

Konkret will Verdi knapp 4,5 Prozent mehr Geld für zwei Jahre durchsetzen. Zudem geht es unter anderem um höhere Nachtzuschläge und mehr Geld für Auszubil­dende. Von einer Tarifeinigung würden laut Klinik rund 2.800 Beschäftigte profitieren. Für die Ärzte gilt ein eigener Tarifvertrag.

Der Wunsch nach einer Angleichung der Löhne sei nachvollziehbar, sagte der ärztliche Direktor Hülsemann. Bereits in der Vergangenheit sei eine Annäherung gelungen. Die aktuelle Forderung sei jedoch deutlich höher als von der Klinik eingeplant und würde die Klinik noch tiefer ins Minus drücken. „Das würde uns mit einem mittleren bis höheren zweistelligen Millionenbetrag belasten“, sagte Hülsemann. Die Arbeitgeber hatten zuletzt ein Plus von 2,3 Prozent angeboten.

Verdi zeigte sich mit der Beteiligung am Warnstreik „sehr zufrieden“. Weitere Aktionen seien jedoch zunächst nicht geplant, sagte Sprecher Becker. Jetzt sei der Vorstand am Zug. Die Gewerkschaft werde das Angebot für weitere Verhandlungen Anfang Juli nutzen. „Dann kommt es darauf an, ob der Arbeitgeber ein verbessertes Angebot vorlegt“, so Becker. © dpa/aerzteblatt.de

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