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Politik

Laumann zieht positive Bilanz bei Umsetzung der Pflegereform

Donnerstag, 8. Juni 2017

/Edler von Rabenstein, stock.adobe.com

Berlin – Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat eine positive Bilanz bei der Umsetzung der Reform der Pflegeversicherung gezo­gen. Es habe eine „nahezu optimale Systemumstellung“ gegeben, erklärte er heute nach einer Begegnung mit Vertretern der Medizinischen Dienste der Krankenversiche­rung (MDK).

Die Reform der Pflegeversicherung war zu Jahresbeginn in Kraft getreten. Seitdem werden Pflegebedürftige nicht mehr in drei Pflegestufen, sondern fünf Pflegegrade eingestuft. Vor allem Demenzkranke erhalten mehr Leistungen. Dazu mussten alle 2,9 Millionen Empfänger der Pflegeversicherung neu eingestuft werden. Bei den meisten ging dies automatisch.

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Nach Angaben des Patientenbeauftragten wurden trotz Einarbeitung in das neue Begutachtungssystem im ersten Quartal 2017 knapp 40.000 mehr Gutachten (plus 9,4 Prozent) erstellt. Dabei sei die Bearbeitungsdauer bei nicht fristgebundenen Gutachten auf sechs bis acht Wochen angestiegen.

„Da jedoch für Leistungen stets der Tag der Antragstellung und nicht der Begutachtung entscheidend ist, gingen und gehen den Versicherten keinerlei Leistungen verloren“, betonte Laumann. Die Medizinischen Dienste gingen davon aus, dass sich die Erledi­gungsdauern bereits nach dem Sommer zunehmend wieder im normalen Rahmen bewegen werden.

Nach Angaben des CDU-Politikers erhalten mehr Menschen die neuen Pflegegrade 4 und 5, als dies bei der bisherigen Pflegestufe 3 der Fall war. Ferner seien deutliche Zuwächse im neuen Pflegegrad 1 zu verzeichnen, den es im alten System gar nicht gab. „Es steigt nicht nur die Zahl der Leistungsberechtigten, sondern auch der ihnen zustehende Leistungsumfang“, so Laumann. Damit werde ein wesentliches Ziel der Pflegereformen erreicht. © kna/aerzteblatt.de

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