NewsVermischtesCharité-Service­tochter streikt bis Samstag
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Charité-Service­tochter streikt bis Samstag

Donnerstag, 8. Juni 2017

Berlin – Die Gewerkschaft Verdi hat die 2.800 Beschäftigten der Charité-Servicetochter CFM bis Samstagfrüh erneut zu einen Warnstreik aufgerufen. Für die nächste Verhand­lungsrunde am 21. Juni erwarte Verdi in einem ersten Schritt eine spürbare Erhöhung der Stundenlöhne, sagte Verhandlungsführer Kalle Kunkel heute. Ferner müsse es um einen Zeitplan für Lohnsteigerungen in den kommenden Jahre gehen. Die CFM organisiert an der Charité unter anderem die Reinigung, den Krankentransport sowie die Küchen.

Für die Arbeitgeber ist der Ausstand bisher kaum zu spüren. Die Streikbeteiligung habe bis zum Nachmittag bei unter fünf Prozent gelegen, sagte Silvia Axt von der CFM-Unternehmenskommunikation. Die Gewerkschaft konnte vor einer Versammlung am Abend dazu noch keine Angaben machen.

Bisher lägen die Stundenlöhne für Reinigungskräfte bei rund zehn Euro, für die Logistik bei 9,75 Euro und für die Küche bei 9,50 Euro, berichtete Kunkel. Die Charité-Tochter habe Verdi einen tariflichen Grundlohn von rund zehn Euro bis Ende 2018 angeboten. Die CFM-Arbeitgeberseite wollte sich heute nicht zu ihren Angeboten äußern. Und für langfristige Vereinbarungen sehe sie sich nicht mehr als der richtige Ansprechpartner, ergänzte Axt.

Denn nach den Worten des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) soll die CFM, die 2006 im Zuge von Einsparungen gegründet wurde, von 2019 an wieder vollständig öffentliches Eigentum sein. Noch gehört sie zu 49 Prozent drei privaten Anteilseignern. Die CFM-Übernahme hatte sich Rot-Rot-Grün im Koalitionsvertrag vorgenommen.

Die Gewerkschaft fordert langfristig eine Angleichung der Löhne an die Gehälter der Charité-Beschäftigten. Der Unterschied beträgt laut Kunkel im Moment 30 bis 40 Prozent. CFM und Gewerkschaft verhandeln schon seit knapp neun Monaten ohne greifbares Ergebnis. Für den Großteil der 2800 Beschäftigten gibt es laut Verdi keinen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft ruft daher immer wieder zu Streiks und Protesten auf. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

19. Juni 2018
Düsseldorf – Ein Streik des Personals hat heute den Betrieb an den Düsseldorfer Unikliniken massiv eingeschränkt. Mehrere Hundert Mitarbeiter erschienen nicht zur Arbeit. Nach Angaben der Klinik waren
Streik an Düsseldorfer Unikliniken
14. Juni 2018
Stuttgart – Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 27.000 nichtärztlichen Beschäftigten der Unikliniken ist am Mittwoch nach Arbeitgeberangaben ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die
Uniklinik-Tarifverhandlungen im Südwesten gehen im Juli weiter
5. Juni 2018
Hamburg/Kiel – Der Tarifstreit um die Damp-Kliniken ist beigelegt. Die 2.600 Beschäftigten der acht Einrichtungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern erhalten in 30 Monaten
Damp-Kliniken: Einigung im Tarifstreit
1. Juni 2018
Kiel – Im Tarifkonflikt um die Damp-Kliniken hat jetzt auch der Mutterkonzern Helios Einigungsbereitschaft signalisiert. Bei der für Montag vereinbarten Gesprächsrunde wolle Helios zu einem
Helios und Verdi steuern Tarifabschluss an
17. Mai 2018
Berlin – Das Auswahlverfahren für die Besetzung der dritten Pflegekommission ist rechtswidrig gewesen. Das urteilte das Berliner Verwaltungsgericht heute. Damit gab das Gericht der Klage der
Besetzung der dritten Pflegekommission rechtswidrig
16. Mai 2018
Berlin – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Hoffnung auf eine schnelle bessere Bezahlung für Altenpfleger durch flächendeckende Tarifverträge gedämpft. Er möchte die Tarifverträge in
Heil dämpft Hoffnung auf rasche bessere Bezahlung in der Altenpflege
15. Mai 2018
Mannheim – Für mehr Gehalt sind heute etwa 900 Beschäftigte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Mannheim auf die Straße gegangen. Die Streikenden kamen aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz
NEWSLETTER