Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Menschen­rechtsgericht stoppt Behandlungsabbruch für todkrankes Baby

Freitag, 9. Juni 2017

Straßburg – Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat den Behand­lungsabbruch eines todkranken Babys in Großbritannien befristet gestoppt. Bis Dienstagmitternacht müssen die Ärzte nun versuchen, das Kind am Leben zu halten, entschieden die Straßburger Richter heute. Das Baby solle dabei so behandelt und gepflegt werden, dass es so wenig Qualen wie möglich erleide und größtmögliche Würde behalte.

In Großbritannien hatten die Eltern einen Rechtsstreit gegen die behandelnden Ärzte verloren. Die Eltern wollten ihr todkrankes Kind in die USA bringen, um es an einer experimentellen Therapie gegen eine seltene, genetische Erkrankung teilnehmen zu lassen.

Die Spezia­lis­ten, die den neun Monate alten Jungen behandeln, sind allerdings überzeugt, dass die Therapie nicht helfen würde. Sie wollen die lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen. Die Gerichte in Großbritannien gaben den Medizinern Recht.

Die Entscheidung des Menschenrechtsgerichtshof ist nur vorläufig. Die Straßburger Richter wollen in der Zwischenzeit die Beschwerde (Nr. 39793/17) der Eltern prüfen. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.06.17
Bundesgerichtshof weist Klage um fehlerhafte Brustimplantate ab
Karlsruhe – Opfer des Skandals um minderwertige Brustimplantate aus Industrie-Silikon haben in Deutschland wohl kaum noch Chancen auf Schmerzensgeld. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wies......
21.06.17
Hamm – Ein Apotheker aus Bottrop, der in mehr als 50.000 Fällen Krebsmedikamente gestreckt haben soll, bleibt in Untersuchungshaft. Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm ordnete mit einem heute......
21.06.17
Weltärztebund diskutiert im Vatikan Fragen zum Lebensende
Berlin – Eine Konferenz zu Fragen am Lebensende veranstaltet die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) gemeinsam mit dem Weltärztebund und der pontifikalen Akademie „pro Vita“ des Vatikan vom 16. bis 17. November......
20.06.17
Den Haag – Im Skandal um zahlreiche manipulierte In-Vitro-Befruchtungen in den Niederlanden hat Ge­sund­heits­mi­nis­terin Edith Schippers den betroffenen Kindern Zugang zu den vorhandenen Unterlagen in......
15.06.17
Brüssel – Ein belgisches Gericht hat ein Elternpaar schuldig gesprochen, weil es seinem Baby, ohne einen Arzt zu konsultieren, nur pflanzliche Milchalternativen gab, bis es mit sieben Monaten an......
14.06.17
Karlsruhe – Private Krankenversicherungen müssen keine Kosten für eine in Deutschland verbotene, aber in anderen EU-Ländern zulässige künstliche Befruchtung mit gespendeten Eizellen übernehmen. Dies......
14.06.17
Heidelberg – Im Skandal um fehlerhafte Brustimplantate der französischen Firma Poly Implant Prothèse (PIP) hat das Landgericht Heidelberg Klagen von vier Frauen auf Schmerzensgeld mit Verweis auf ein......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige