NewsAuslandEU-Kommission erhöht Schutz vor krebserregenden Chemikalien am Arbeitsplatz
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

EU-Kommission erhöht Schutz vor krebserregenden Chemikalien am Arbeitsplatz

Freitag, 16. Juni 2017

/Vladimir Wrangel, stock.adobe.com

Brüssel – Die Europäische Kommission (EU-Kommission) hat heute vorgeschlagen, neue Belastungsgrenzen für 13 krebserregende Stoffe am Arbeitsplatz einzuführen. Der Vorstoß beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie auf intensiven Gesprä­chen mit Forschern, Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Vertretern der Mitglied­staaten und Arbeitsaufsichtsbeamten.

„Krebserkrankungen haben erhebliche Auswirkungen auf Arbeitnehmer, ihre Familien sowie Industrie und Gesellschaft“, sagte die zuständige Sozialkommissarin Marianne Thyssen. Dieser Vorschlag würde in den kommenden 50 Jahren 100.000 Menschen­leben retten. „Die prioritäre Stellung des Arbeitnehmerschutzes steht im Mittelpunkt des Engagements der Kommission für ein starkes soziales Europa“, verwies die belgische Politikerin.

Anzeige

Konkret schlägt die Kommission vor, die Exposition gegenüber 13 krebserzeugenden Chemikalien zu senken, indem 13 neue oder geänderte Grenzwerte in die Richtlinie über Karzinogene und Mutagene aufgenommen werden.

Von einigen dieser 13 Karzinogene – wie Quarzfeinstaub, Chrom(VI)-Verbindungen, Hartholzstäube oder Hydrazin – ist der Kommission zufolge eine sehr hohe Zahl von Arbeitnehmern betroffen.

Für einige andere Stoffe gebe es Hinweise, dass der Verwendungsumfang möglicher­weise geringer ist, die chemischen Stoffe selbst aber erhebliche Auswirkun­gen haben. Dies sei beispielsweise der Fall, wenn es im Vergleich zur Zahl der expo­nierten Arbeitnehmer eine große Anzahl von Krebserkrankungen gibt. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

26. März 2020
Berlin − Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hat sich einer Studie zufolge etabliert. Der Bekanntheitsgrad des Angebots sei vergleichsweise hoch, teilte das Bundesfamilienministerium heute
Hilfetelefon für Frauen hat sich etabliert
13. März 2020
München –Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließt Bayern Schulen und Kitas und verhängt weitreichende Auflagen für den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. „Da es keine
Bayern schränkt soziales Leben wegen Coronakrise weitreichend ein
12. März 2020
Bonn – Die Anrufe zum Coronavirus bei der Telefonseelsorge steigen sprunghaft an. Derzeit drehten sich etwa acht Prozent aller täglichen Anrufe um das Thema, sagte der Leiter der Telefonseelsorge
Viele Corona-Anrufe bei Telefonseelsorge und Patientenschützern
2. März 2020
Dortmund – Beschäftigte, die dauerhaft während der Nacht arbeiten, schätzen ihren Gesundheitszustand schlechter ein als andere Beschäftigte. Besonders gefährdet sind vollzeitbeschäftigte
Nachtarbeiter klagen häufiger über Gesundheitsprobleme
24. Februar 2020
Dresden – Krankenkassen und Arbeitsvermittlung in Sachsen wollen Menschen ohne Job gezielt bei einer gesunden Lebensweise unterstützen. Dabei gehe es um Prävention und die Wiederherstellung der
Gesundheitsförderung für Arbeitslose wird in Sachsen ausgebaut
24. Februar 2020
München – Krebs, Demenz und Schlaganfälle sind die drei Krankheiten, vor denen sich die Menschen in Bayern einer Befragung zufolge am meisten fürchten. Auch Herzinfarkte beunruhigen noch gut jeden
Bayern fürchten sich vor Krebs, gehen aber nur selten zur Vorsorge
21. Februar 2020
Berlin – Fast alle Schwangeren machen von den in den Mutterschafts-Richtlinien vorgesehenen Screenings für Erkrankungen wie Hepatitis B und Gestationsdiabetes Gebrauch. Das zeigt eine Analyse der
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER