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Ärzteschaft

Ärztekammer setzt auf Standards für Notfallsanitäter

Montag, 19. Juni 2017

/benjaminnolte, stock.adobe.com

Dresden – Die Delegierten des 27. Sächsischen Ärztetages empfehlen den ärztlichen Leitern Rettungsdienst, ihren Notfallsanitätern allgemeingültige, aber auch regional angepasste Handlungsmuster (Standard operating procedures, SOP) an die Hand zu geben. Die Sanitäter seien auf diese Handlungsmuster angewiesen, erklärten die Delegierten. Die SOP geben das Vorgehen für Notfallsanitäter vor, bis der Notarzt eintreffe.

Die Kammer bot den ärztlichen Leitern Rettungsdienst zugleich an, sie bei der Erarbeitung der SOP mit dem Ausschuss Notfall- und Katastrophenmedizin zu unterstützen. „Mit unserer Empfehlung wollen wir vermeiden, dass ein Flickenteppich unterschiedlicher SOP entsteht. Als fachliche Grundlage kann das vom Ausschuss entwickelte und beschlossene Musterhandbuch dienen“, sagte der Präsident der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, Erik Bodendieck.

Die Delegierten des Ärztetages äußerten sich auch zur fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen. „Wir stehen heute nicht mehr vor der Frage, ob die Digita­lisierung im Gesundheitswesen kommt, sondern in welcher Form wir sie begleiten und zum Wohle der Patienten umsetzen“, sagte Bodendieck.

Insbesondere mit Blick auf die zukünftige Gewährleistung einer flächendeckenden medizinischen Versorgung im ländlichen Raum erwarte die Kammer einen zügigen Ausbau der Telematik-Infrastruktur. Für die sektorenübergreifenden Zusammenarbeit seien dabei Technik- und Dokumentationsstandards unabdingbar, um das Zusammenspiel der verschiedenen Informationssysteme zu gewährleisten, hieß es aus der Kammer. © hil/aerzteblatt.de

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