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Voruntersuchungen entscheidend bei Lasik-OP

Montag, 26. Juni 2017

/kaninstudio, stock.adobe.com

München – Auf die Bedeutung ausführlicher Voruntersuchungen bei einer Laser-in-situ-Keratomileusis (Lasik) – also einer Korrektur von Fehlsichtigkeit mittels eines Lasers – weist die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) hin. „Langfristige Nebenwirkungen sind äußerst selten und treten häufig dann auf, wenn der Patient bereits vor der Operation an Beschwerden litt“, hieß es aus der Fachgesellschaft.

In rund 140.000 Operationen pro Jahr behandeln Augenärzte in Deutschland laut der DOG Fehlsichtigkeiten mit dem Augenlaser. Mithilfe eines Laserstrahls öffnet der Augenarzt dabei die Hornhaut des Auges und entfernt einige Tausendstel-Millimeter Hornhautgewebe, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Dadurch verändert sich die Lichtbrechung im fehlsichtigen Auge. „Dank führender Technologie können wir mit der Lasik ein sehr erfolgreiches Verfahren anbieten, um eine Kurz- oder Weitsichtigkeit zu korrigieren“, erläuterte der DOG-Präsident Thomas Kohnen.

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Allerdings klagten einige Patienten rund drei Monate nach der OP über trockene Augen mit Fremdkörpergefühl, Brennen und schlechte Nachtsicht. In den ersten Wochen nach der Behandlung sei dies aber nicht unüblich, da sich die Nervenbahnen in der Hornhaut neu aufbauen müssten, so Kohnen. „Bei fast allen Patienten verschwinden die Beschwerden nach spätestens sechs Monaten“, so der Experte, der die Kommission refraktive Chirurgie der DOG und des Berufsverbands der Augenärzte leitet.

Eine Ausnahmen bildeten Patienten, die bereits vorher an trockenen Augen litten. „Die meisten Komplikationen entstehen nicht durch Operationsfehler, sondern durch schlechte Patientenauswahl“, sagte Kohnen. Der Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Frankfurt verweist daher auf die Richtlinien der Kommission refraktive Chirurgie.

Diese empfiehlt die Laseroperation generell nur bei einer Fehlsichtigkeit von plus drei bis minus acht Dioptrien oder bei einer Hornhautverkrümmung bis zu fünf Dioptrien. Ist die Hornhaut ausreichend dick, können auch Fehlsichtigkeiten von plus vier bis minus zehn Dioptrien korrigiert werden. Wer eine zu dünne Hornhaut habe, an einer Augenerkrankung leide oder jünger als 18 Jahre sei, sollte auf die Behandlung verzichten, so der DOG-Präsident.

© hil/aerzteblatt.de

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