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Politik

Geschichte der Gesundheits­ministerien im Nationalsozialismus wird aufgearbeitet

Donnerstag, 22. Juni 2017

Berlin – Wie sind die beiden deutschen Ge­sund­heits­mi­nis­terien nach dem Krieg mit dem schweren Erbe der Nationalsozialisten umgegangen? Nach mehreren anderen Bundesministerien soll nun auch die Nachkriegsgeschichte der beiden deutschen Ge­sund­heits­mi­nis­terien aufgearbeitet werden. Die Untersuchung starte zum 1. Juli und solle sowohl das Ministerium für Gesundheitswesen der DDR, das seit 1949 bestand, als auch das westdeutsche Bundesministerium, das 1962 gegründet wurde, einbeziehen, teilte das Ge­sund­heits­mi­nis­terium gestern in Berlin mit.

Die beiden Teilstudien werden vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam unter Leitung von Frank Bösch und vom Institut für Zeitgeschichte in München unter Leitung von Andreas Wirsching durchgeführt. Beide Institute bearbeiten derzeit auch das Aufarbeitungsprojekt des Innenministeriums, aus dem das westdeutsche Ge­sund­heits­mi­nis­terium 1962 hervorging.

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Die Ergebnisse der Studien sollen 2020 vorliegen und in einer Tagung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. „In der Zeit des Nationalsozialismus waren auch Teile des Gesundheitswesens daran beteiligt, die Würde der Menschen mit Füßen zu treten und Menschen zu vernichten, denen auf der Grundlage einer verbrecherischen Ideologie ein Lebensrecht abgesprochen wurde“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU).

© dpa/aerzteblatt.de

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