Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Koalitionsvertrag unterzeichnet, Laschet neuer Ministerpräsident von NRW

Dienstag, 27. Juni 2017

Armin Laschet (CDU, rechts) und Christian Lindner (FDP) /dpa

Düsseldorf – Gestern unterzeichneten CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen den Koalitionsvertrag. Heute hat der Landtag in Düsseldorf Armin Laschet (CDU) zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Für den CDU-Politiker stimmten in geheimer Wahl 100 Abgeordnete bei 78 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. 16 Stimmen waren ungültig.

Am Freitag sollen die Kabinettsmitglieder bekanntgegeben werden. Um 10 Uhr kommt der Landtag zur Vereidigung des Landeskabinetts zusammen. Ob der derzeitige Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, aus dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) in Berlin als neuer Ge­sund­heits­mi­nis­ter nach Düsseldorf zurückkehrt, bleibt damit weiter abzuwarten.

In der Gesundheitspolitik sieht der Koalitionsvertrag in NRW unter anderem vor, dass die Stiftung für Hochschulzulassung künftig bis zu zehn Prozent der Medizinstudienplätze an Bewerber geben kann, die sich verpflichten, nach Abschluss des Studiums und der fachärztlichen Weiterbildung in der Allgemeinmedizin für bis zu zehn Jahre in der hausärztlichen Versorgung in den genannten Regionen tätig zu sein. Das soll dazu führen, dass es mehr Hausärzte auf dem Land gibt.

Kritik daran kam gestern bereits von der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Statt eine Quote festzulegen, müsse man das Prestige des Allgemeinmediziners bei angehenden Medizinern verbessern, forderte Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe. „Das wäre der nachhaltigere Weg“, sagte er.

Zustimmung kommt von Windhorst zum im Koalitionsvertrag verankerten Vorhaben, in Bielefeld eine medizinische Fakultät mit dem Schwerpunkt Allgemeinmedizin einzurichten. Nach seinen Vorstellungen sollten dabei in der Lehre verstärkt digitale Technik zum Einsatz kommen. So würden Studenten künftig in Anatomie am Computer mit 3D-Modellen arbeiten. Außerdem solle ein Fokus auf hausärztlicher Medizin liegen.

Die CDU war als stärkste Kraft aus der Landtagswahl am 14. Mai 2017 hervorgegangen und stellt 72 Abgeordnete im 17. Landtag. Die Koalition aus Christdemokraten und FDP verfügt im Landesparlament gemeinsam über 100 Sitze. © may/dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

13.07.17
Münster – „Die Patienten erwarten zu Recht, dass sie in gesundheitlichen Notfallsituationen adäquat medizinisch versorgt werden,“ sagte Theodor Windhorst anlässlich des Westfälischen Ärztetags, der in......
29.06.17
Marburger Bund fordert mehr Studienplätze in NRW
Düsseldorf –In Nordrhein-Westfalen (NRW) müssen deutlich mehr Studienplätze für Humanmedizin geschaffen werden als es die neue schwarz-gelbe Landesregierung plant. Darauf hat der Marburger Bund (MB)......
27.06.17
KV Westfalen-Lippe will langsame Abkehr von Arztzahl-Sonder­regelung im Ruhrgebiet
Dortmund – Die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen von Nordrhein-Westfalen (NRW) steht vor einer neuen Herausforderung. Grund ist das Auslaufen einer Sonderregelung bei der Bedarfsplanung für......
16.06.17
CDU und FDP einigen sich auf mehr Geld für Kliniken in NRW
Düsseldorf – CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen (NRW) wollen die Mittel zur Krankenhausinvestitionsfinanzierung im Rahmen eines Sonderprogramms erhöhen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten......
30.05.17
Düsseldorf/Neuss – Die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) muss konkrete und kurzfristige Lösungen vorlegen, um den Investitionsstau in den Kliniken zu beseitigen. Das haben heute die......
29.05.17
Laumann als NRW-Gesundheits­minister im Gespräch
Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen (NRW) laufen derzeit die Koalitionsgespräche zwischen CDU und FDP für eine neue Landesregierung. Der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bundesregierung,......
19.05.17
Düsseldorf – Wegen krankhaften Übergewichts werden immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen (NRW) in Kliniken behandelt. Die Zahl der stationär versorgten Patienten mit der Diagnose Adipositas hat......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige