NewsVermischtesMehr Hautkrebspatienten werden im Krankenhaus behandelt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Mehr Hautkrebspatienten werden im Krankenhaus behandelt

Dienstag, 27. Juni 2017

/Markus Bormann, stock.adobe.com

Wiesbaden – In den deutschen Kliniken werden immer mehr Patienten mit Hautkrebs behandelt. 2015 kamen 100.400 Patienten mit dieser Diagnose stationär ins Krankenhaus. Das war ein Anstieg um 17,1 Prozent binnen fünf Jahren, teilte heute das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Gut drei Viertel der Patienten waren demnach 65 Jahre und älter.

Knapp ein Viertel (23,1 Prozent) musste sich wegen eines bösartigen Melanoms behandeln lassen. Mehr als drei Viertel (76,9 Prozent) waren mit der Diagnose heller Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom und das Plattenephithelkarzinom zählen, in Behandlung. Heller Hautkrebs ist deutlich verbreiteter als der gefährliche schwarze Hautkrebs, bildet aber seltener Metastasen.

Anzeige

Männer häufiger in Klinik behandelt

Schwarzer Hautkrebs trat bei Männern vor allem am Körperrumpf auf, bei Frauen vor allem an den Beinen sowie der Hüfte. Vom hellen Hautkrebs sind dagegen besonders jene Körperregionen betroffen, die verstärkt dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, zum Beispiel im Gesicht, auf der Kopfhaut, an Hals und Ohren.

Männer wurden deutlich häufiger im Krankenhaus wegen Hautkrebs behandelt (57 Prozent) als Frauen (43 Prozent). Im Schnitt blieben die Patienten 4,7 Tage in der Klinik. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene kommen deswegen nur sehr selten ins Krankenhaus. Als Hauptursache für die Entstehung von Hautkrebs gelten vor allem zu viel UV-Licht der Sonne und erbliche Veranlagungen.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland: Jedes Jahr erkranken nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft bis zu 200.000 Menschen neu daran. Die Deutsche Krebshilfe geht sogar von jährlich über 290.000 Neuerkrankungen aus. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den schwarzen Hautkrebs.

Ein Hautkrebscheck hilft, bösartige Hautveränderungen früh zu entdecken. Alle zwei Jahre haben gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren Anspruch auf die Vorsorgeuntersuchung bei einem Hautarzt oder einem dafür qualifizierten Hausarzt. Studien zufolge nutzt aber nur ein Drittel diese Möglichkeit. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

7. Dezember 2018
Chicago – US-Forscher haben ein miniaturisiertes Messgerät für UV-Licht entwickelt, das an der Kleidung, aber auch am Finger oder als Ohrring getragen werden kann und ohne eine Batterie die
Hautkrebs: Tragbarer Hautsensor gibt UV-Alarm über Smartphone
4. Dezember 2018
Köln – Bei einer Neubewertung des Wirkstoffes Ingenolmebutat (Picato) erkennt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) jetzt einen Zusatznutzen des Wirkstoffes
Studie zu Ingenolmebutat bei aktinischer Keratose zeigt Zusatznutzen
30. November 2018
Hannover – Die Ausgaben von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für anerkannte Berufskrankheiten sind laut aktuellen Zahlen im vergangenen Jahr auf knapp 1,59 Milliarden Euro gestiegen. 1997 waren
Ausgaben für Berufskrankheiten gestiegen
23. November 2018
Mainz – Einen neuen Mechanismus, mittels dessen sich Hautkrebszellen dem Angriff des Immunsystems entziehen können, haben Mainzer Wissenschaftler um Toszka Bohn, Steffen Rapp und Tobias Bopp entdeckt.
Wie Hautkrebszellen dem Immunsystem entkommen
21. November 2018
Stuttgart/Heidelberg – Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg hat ein weiteres Modellprojekt zur ausschließlichen ärztlichen Fernbehandlung genehmigt. Dabei geht es um eine Einschätzung von
Modellprojekt in Baden-Württemberg: Hautbefund per Onlinediagnose
22. Oktober 2018
Providence/Rhode Island – Heiße Getränke einschließlich Kaffee galten bisher als mögliche Trigger der Rosazea, doch eine Auswertung der Nurses' Health Study II in JAMA Dermatology (2018; doi:
Kaffee könnte vor Rosazea schützen
19. Oktober 2018
Berlin – In Deutschland dürfen bald nur noch Ärzte per Laser Tätowierungen oder Permanent Make up entfernen. Das hat der Bundesrat heute in Berlin entschieden. Bisher bieten beispielsweise auch
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER