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Ausland

Sammelklage in Australien wegen Komplikationen mit vaginalen Netzimplantaten

Dienstag, 4. Juli 2017

Sydney – In Australien haben mehr als 700 Frauen wegen Komplikationen bei vaginalen Netzimplantaten eine Sammelklage gegen den US-Pharmaziekonzern Johnson & Johnson eingereicht. Angaben der Kläger-Anwälte zufolge könnten in Australien mehr als 8.000 Frauen an den oft sehr schmerzhaften Folgen der Implantationen leiden.

Komplikationen seien unter anderem Gewebeschäden sowie Inkontinenz, Infektionen und Schmerzen, sagte die Anwältin Rebecca Jancauskas heute in Sydney. „In vielen Fällen können sie nicht einmal mit ihren Partnern intim sein. Es hat wirklich furchtbare Konsequenzen.“

Die Synthetik-Netze kommen etwa bei einer Gebärmuttersenkung nach der Geburt oder bei Inkontinenz zum Einsatz. Die Netze sollen überdehntes oder gerissenes Bindegewebe unterstützen und werden wie Hängematten im Becken fixiert.

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Auch in Großbritannien, den USA und Kanada haben Frauen gegen Hersteller dieser Netze geklagt. Die Kläger-Anwälte in Australien werfen dem Hersteller vor, klinischen Studien über mögliche Komplikationen nicht genügend Beachtung geschenkt zu haben. Johnson & Johnson äußerte sich auf Anfrage nicht zu der Klage.

Die Anwälte der Firma werden sich voraussichtlich kommende Woche vor Gericht positionieren. Das Verfahren ist für sechs Monate angesetzt. © dpa/aerzteblatt.de

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