Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Gericht stoppt Gehaltssprung für Krankenkassenchef

Dienstag, 4. Juli 2017

Stuttgart – Das Landessozialgericht Baden-Württemberg hat dem Vorstand einer Betriebskrankenkasse ein üppiges Gehaltsplus versagt (Az: L 5 KR 1700/16 KL). Um ein Drittel auf 217.252 Euro im Jahr wollte die Betriebskrankenkasse (BKK) aus dem Südwesten mit bundesweit 330.000 Versicherten das Gehalt eines Vorstands anheben.

Im Vergleich mit den Vergütungen anderer Krankenkassen vergleichbarer Größe sei das jedoch unangemessen hoch. „Im Vergleich zu üppig“, fasste Gerichtssprecher Steffen Luik heute in Stuttgart zusammen.

Geklagt hatte die Krankenkasse, nachdem das Bundesversicherungsamt (BVA) dem Gehaltsplus für den Chef die Zustimmung verweigert hatte. Zur Grundversorgung sollte der Vorstand diverse Zusatzvergütungen inklusive Dienstwagen oder Zielerreichungsprämien bekommen. Das Gehalt müsse sich an der Privatwirtschaft orientieren, so die BKK.

Das Gericht argumentierte, das beitragsfinanzierte System der gesetzlichen Krankenversicherung beruhe auf dem Solidarprinzip. Vergleichbare Vorstände erhielten knapp 160.000 Euro im Jahr. Die BKK beschäftigt nach eigenen Angaben 800 Mitarbeiter und zählt zu den 20 größten bundesweit geöffneten Krankenkassen. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

19.07.17
Stuttgart – „Deutliche Impulse für mehr Wettbewerb“ im Gesundheitswesen fordert die AOK Baden-Württemberg in einer „Agenda Gesundheit“ im Vorfeld der Bundestagswahl. „Wir haben durch Direktverträge......
13.07.17
Zuwanderer bringen Krankenkassen neuen Mitgliederrekord
Berlin – Zuwanderer nach Deutschland haben den gesetzlichen Krankenkassen einen neuen Mitgliederrekord und eine Trendwende gegen das Älterwerden der Versicherten gebracht. Allein im vergangenen Jahr......
28.06.17
Bad Homburg – Im Wettbewerb der Krankenkassen um Mitglieder verzeichnet die Wettbewerbszentrale eine geringere Zahl von Beschwerden. Im erste Halbjahr 2017 gab es 30 Prozent weniger Beschwerden und......
23.06.17
Laumann kritisiert Unterschiede bei Leistungs­bewilligungen der Kassen
Berlin – Bei bei der Bewilligung und Ablehnung von Leistungsanträgen gibt es zwischen den einzelnen Krankenkassen und den Leistungsbereichen erhebliche Unterschiede. Das geht aus einem Gutachten......
21.06.17
AOK Nordwest will 80 Filialen schließen
Dortmund – Die AOK Nordwest will in Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein fast jeden zweiten Standort schließen. Es handele sich um 80 kleinere Filialen, bestätigte heute in Dortmund ein AOK-Sprecher......
20.06.17
Versicherte haben mehr Beitragsschulden bei Krankenkassen
Berlin – Die Beitragsschulden in der gesetzlichen Krankenversicherung sind auf einen Rekordstand von rund 6,6 Milliarden Euro gestiegen. Seit Ende 2013 verdreifachten sich die Außenstände bei......
26.05.17
Hamburg – Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und seine Hintergründe sind unter den Deutschen kaum bekannt. Das zeigt die Umfrage „Transparenz von Kassenleistungen“ des......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige