Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Kinderrechte könnten Weg ins Grundgesetz finden

Donnerstag, 6. Juli 2017

/Syda Productions, stock.adobe.com

Berlin – Kinderrechte könnten in der nächsten Legislaturperiode im Grundgesetz verankert werden. Nach SPD, Linken und Grünen ist nun auch die Union dafür, wie aus dem Wahlprogramm von CDU und CSU hervorgeht, das die Parteien kürzlich in Berlin vorstellten. „Schon jetzt stellt das Grundgesetz Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates. Auch Kinder brauchen einen besonderen Schutz. Der Schutz der Kinder hat für uns Verfassungsrang. Deshalb werden wir ihre Rechte in das Grundgesetz aufnehmen“, heißt es darin.

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) hat die Absichts­erklärung begrüßt. Nun könnte es eine „breite parlamentarische Mehrheit zur verfassungsrechtlichen Absicherung von Kinderrechten vorhanden sein“, hieß es aus der DAKJ, die der Dachverband der kinder- und jugendmedizinischen Gesellschaften und Verbände in Deutschland ist. Die Gesellschaft wies daraufhin, dass neben dem Schutz der Kinder und ihren Rechten auch die Förderung von Kindern explizit im Gesetzestext erwähnt werden sollte.

Der DAKJ setzt sich schon länger für eine bessere politische Vertretung von Kinderrechten ein. Mitte Juni 2015 hatte der Verband eine Petition zur Einsetzung eines „Bundeskinderbeauftragten“ eingebracht. Diese Petition hatten 115.660 Unterstützer unterschrieben. Nach den Vorstellungen des DAKJ soll der Kinder­beauftragte Gesetze und Entscheidungen daraufhin überprüfen, „ob sie den Rechten unserer Kinder und Jugendlichen entsprechen“. Zugleich soll er Ansprechpartner für die Kinder und Jugendlichen, deren Eltern und für Kinderrechtsvertreter sein. Schließlich solle der Kinderbeauftragte auf eigene Initiative hin tätig werden, „wenn Kinderrechte verletzt sein könnten“, heißt es in der Petition.

Mit der Absichtserklärung der Union, Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen, rückt eine politische Forderung der DAKJ in greifbare Nähe. Die Einsetzung eines Kinderschutzbeauftragten bleibt aber weiter offen.

© hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Hampel.Robert
am Freitag, 7. Juli 2017, 13:59

Kinderrechte - erste Vorschläge:

1. Jedes Kind hat das Recht auf Leben von der Zeugung an. (Kein Kind darf abgetrieben oder an der Nidation gehemmt werden).
2. Jedes Kind hat das Recht auf Leben bei seinen Eltern (und darf vom Staat diesen nicht weggenommen werden).
3. Jedes Kind hat das Recht darauf, unversehrt großzuwerden (und darf nicht gegen seinen oder den Willen seiner Eltern zwangsgeimpft werden).
4. Jedes Kind hat ein Recht darauf, einem von ihm oder seinen Eltern als sittenwidrig empfundenen (Sexualkunde-)Unterricht fernzubleiben...
5. Jedes Kind hat ein Recht darauf, dass Kinderrechte, gleich welcher Art, nie zu ihrem Selbstzweck an ihm abexerziert werden, sondern dass immer sein Wohl, seine individuelle Situation und seine Familienbindungen berücksichtigt werden und vor institutioneller Willkür Vorrang haben
...

Nachrichten zum Thema

18.01.18
Freder1k-Studie zum Diabetesrisiko von Babys startet in Niedersachsen
Hannover – Eltern in Niedersachsen können jetzt das Diabetesrisiko ihrer Babys kostenlos testen lassen. Für die Teilnahme an der Freder1k-Studie benötige der Arzt nur wenige Tropfen Blut, teilte das......
16.01.18
Hirnschaden: Strafprozess wegen Babyschüttelns
Osnabrück – Immer wieder kommt es vor, dass Eltern von ihren Babys überfordert sind und sie schütteln, wenn sie viel schreien. Die Folgen sind schwerwiegend: Die Kinder können sterben oder schwerste......
15.01.18
Jedes zehnte Kind ist bei Einschulung in Hessen übergewichtig
Wiesbaden – Mehr als jeder zehnte Erstklässler in Hessen ist zu dick. Dies geht aus einer Antwort des Sozialministeriums in Wiesbaden auf eine parlamentarische Anfrage der oppositionellen......
10.01.18
Vier neue Kinderarztsitze für Hamburg
Hamburg – In Hamburg soll es vier zusätzliche Sitze für Kinderärzte geben. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) heute mitgeteilt. „Wir haben in einer aufwendigen Analyse festgestellt,......
09.01.18
Kinderärzte betonen Bedeutung der Nachsorge nach Krebserkrankung
Köln – Kinder, die an Krebs erkrankt waren, brauchen eine besonders intensive Nachsorge, da für sie das Risiko für andere Erkrankungen erhöht sein kann, zum Beispiel für eine Lungenentzündung. Darauf......
08.01.18
Merkel für stärkeren Kampf gegen Kinderarbeit
Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum stärkeren Kampf gegen ausbeuterische und gefährliche Kinderarbeit in der Welt aufgerufen. „Mehr Hoffnung und Licht sind dringend nötig“, sagte sie......
08.01.18
Forschung soll Situation von Kindern psychisch kranker Eltern verbessern
Berlin/Gießen – Kinder psychisch kranker Eltern stehen im Mittelpunkt eines Forschungsprojekts an verschiedenen deutschen Universitäten, unter anderem der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) unter......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige