NewsÄrzteschaftPalliative Versorgung Schwerstkranker in Nordrhein flächendeckend verfügbar
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Palliative Versorgung Schwerstkranker in Nordrhein flächendeckend verfügbar

Mittwoch, 12. Juli 2017

/vbaleha, stock.adobe.com

Düsseldorf – Die häusliche Versorgung von Schwerstkranken ist in Nordrhein flächen­deckend verfügbar. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein anläss­lich einer Informationsveranstaltung „Weil jeder Tag zählt – Gut versorgt am Lebens­ende“ hingewiesen. „Das ambulante Versorgungsangebot für Palliativpatienten in Nordrhein war und ist beispielgebend für das Bundesgebiet. Inzwischen ist eine koordinierte ambulante Palliativversorgung mit einem 24-stündigen Bereitschafts­dienst in nahezu allen Regionen Nordrheins möglich“, sagte der KV-Vorstandsvor­sitzende Frank Bergmann auf der Veranstaltung. 

Er wies darauf hin, dass die meisten schwerstkranken und sterbenden Menschen den Wunsch haben, ihre letzte Lebenszeit in der häuslichen Umgebung zu verbringen. Voraussetzung dafür sei ein gut ausgebautes Palliativnetz mit Haus-, Fach- und Palliativärzten sowie mit Pflegefachkräften und ambulanten Hospizdiensten. Insgesamt wurden laut Bergmann bis Ende 2016 über 20.000 Patienten in Nordrhein palliativ­medizinisch betreut, davon über 11.300 in der „Allgemeinen Ambulanten Palliativ­versorgung (AAPV)“ und fast 9.300 in der „Spezialisierten Ambulanten Palliativ­versor­gung (SAPV)“, bei der unter anderem die Schmerztherapie eine besondere Rolle spielt. Insgesamt gibt es in Nordrhein laut der KV 830 Praxen, die an der ambulanten Pallia­tiv­versorgung teilnehmen, fast 1.900 fortgebildete Haus- und Fachärzte, davon 373 besonders qualifizierte „Palliativärzte (QPV)“, und 23 „Palliativ Care Teams“ für die SAPV. 

Anzeige

„Die Palliativversorgung funktioniert nur auf Augenhöhe mit dem Patienten, der sich in der Nähe des Todes befindet. Es geht immer um die Frage, was der Patient noch von der Therapie hat – und ob er sie wünscht“, sagte der Düsseldorfer Hausarzt und Palliativmediziner Claudius Löns auf der Veranstaltung. Auch wenn klar sei, dass die Erkrankung zum Tod führt, gehe es in der Palliativversorgung um das Leben – und die Frage, wie es am Ende gestaltet werde, so Löns. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17. September 2018
Stuttgart – Das Land Baden-Württemberg will die Hospiz- und Palliativversorgung verbessern. Staatssekretärin Bärbl Mielich (Grüne) hat dazu jetzt einen mit 1,3 Millionen Euro ausgestatteten
Aktionsplan für Palliativversorgung in Baden-Württemberg
10. September 2018
Berlin – Die Ersatzkassen informieren auf einem Internetportal über Hospiz- und Palliativangebote in Deutschland. Der Hospizlotse verzeichnet rund 1.000 ambulante und 260 stationäre Hospize für
Ersatzkassen starten Suchportal zu Hospizangeboten
9. August 2018
Dresden – Der Bedarf an Palliativmedizin in Sachsen steigt vor allem in Leipzig und Dresden an. Zu diesem Ergebnis kommt die Hospizstudie 2017, die das Sächsische Sozialministerium gestern
Bedarf an Palliativmedizin steigt in Städten
7. August 2018
Hannover – Die Fälle häuslicher Sterbebegleitung haben sich Krankenkassen zufolge seit dem Jahr 2005 in Niedersachsen verdreifacht. Nach einer Prognose des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) werde die
Häusliche Sterbebegleitung nimmt in Niedersachsen zu
1. August 2018
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat sich für klare Anforderungen an die Qualität von Weiterbildungen in der Palliativpflege und deren Überprüfung ausgesprochen. „Es ist
Palliativmedizin: Fachgesellschaft fordert Regeln für Pflegeweiterbildungen
24. Juli 2018
Schwerin – Immer mehr Sterbende werden in Mecklenburg-Vorpommern (MV) von ehrenamtlichen Helfern der ambulanten Hospizdienste begleitet. Dies wird von den Krankenkassen wegen der steigenden Fallzahlen
Mehr Geld für ambulante Sterbebegleitung in Mecklenburg-Vorpommern
12. Juli 2018
Berlin – Weit mehr als Menschen als die bisher im Hospizbereich Engagierten können sich ein Ehrenamt in der Sterbebegleitung vorstellen. Dies ist eines der Ergebnisse der vom Deutschen Hospiz- und

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER