NewsVermischtesTechniker Krankenkasse fordert mehr Datenfreiheit
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Techniker Krankenkasse fordert mehr Datenfreiheit

Freitag, 14. Juli 2017

Hamburg – Die Techniker Krankenkasse (TK) hat von der künftigen Bundesregierung gefordert, die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen für Abrechnungsdaten über alle Sektoren hinweg aufzuheben. Denn der Kasse zufolge ist die Verfügbarkeit von Routinedaten noch immer teilweise eingeschränkt und damit ist die Aussagekraft von Datenauswertungen limitiert.

„Oft enden die Auswertungsmöglichkeiten an den Sektorengrenzen: Die Möglichkeit, sowohl stationär als auch ambulant erhobene Daten auszuwerten, ist begrenzt“, erklärte TK-Politikchef Volker Möws. Beispielsweise liegen laut Möws die Aufbewah­rungsfristen bei stationären Daten bei zehn Jahren, bei Arzneimittelverordnungen bei sechs Jahren und bei ambulanten Daten bei vier Jahren. „Diese ‚Parallelwelten‘ sollten abgeschafft werden“, sagte Möws.

Anzeige

Zudem forderte der TK-Politikchef, auch alle Diagnoseangaben tagesgenau und eben­falls sektorenunabhängig zu dokumentieren. Denn das hieße, dass Daten präzise genutzt werden könnten – unabhängig davon, ob sie im Krankenhaus oder beim nieder­gelassenen Arzt erhoben wurden.

„Während auf den Arbeitsunfähigkeits­bescheinigungen ein tagesgenaues Diagnose­datum steht, liegen ambulante Diagnosen wiederum nur quartalsweise vor“, so der Experte. Ihm zufolge müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass Erkenntnisse aus der Versorgungs­forschung zu Krankheiten und Risiken den Versicherten unmittelbar zur Verfügung gestellt und von ihnen genutzt werden können. hil © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

10. September 2018
Dundee – Die Pay for Performance-Programme, über die Hausärzte in Großbritannien zeitweise ein Viertel ihres Einkommens generieren konnten, haben nicht unbedingt eine nachhaltige Wirkung erzielt. Nach
Auslaufen von Pay for Performance führt in England zum Rückgang dokumentierter Leistungen
24. August 2018
Berlin – Für mehr Versorgungsforschung in der Geriatrie hat sich der Direktor des Instituts für Biomedizin des Alterns an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Cornel Sieber,
Fachgesellschaft betont Bedeutung der Versorgungsforschung für die Altersmedizin
29. Mai 2018
Berlin – Es sind die Zahlen, die beim Innovationsfonds beeindrucken: 110 Sitzungen hat der Ausschuss des Fonds hinter sich, das sind mehr als 500 Sitzungsstunden. Allein im Jahr 2017 zählte die
Innovationsfonds: Erste Bilanz der Projekte für die Zukunft
17. Mai 2018
Berlin – Nicht für jeden Patienten besteht die beste Behandlung darin, alle verfügbaren Therapieoptionen zu nutzen. „Viel hilft nicht immer viel“ – darin waren sich die Teilnehmer des Symposiums
Versorgungsforschung: Viel hilft nicht immer viel
11. Mai 2018
Berlin – Konkrete Versorgungsziele für das deutsche Gesundheitswesen fordert das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF). „Nur wer Ziele hat, kann erfolgreich sein“, erläuterte Reinhard Busse
Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung fordert Versorgungsziele für Deutschland
9. April 2018
Leipzig – Viele Kleinstädte vor allem in Ostdeutschland haben ihre Funktion als regionale Zentren verloren. In fast jeder dritten deutschen Stadt mit 10.000 bis 20.000 Einwohnern verschlechterte sich
Viele Kleinstädte verlieren Funktion als regionale Zentren
21. März 2018
Berlin/Bonn – Der Ende 2017 gestartete wissenschaftliche Beirat der AOK-Tochter gevko hat ein Positionspapier zur Stärkung der Versorgungsforschung vorgelegt. Darin fordert der Beirat, die im Rahmen

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER