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Politik

AOK Baden-Württemberg fordert Direktverträge mit Krankenhäusern

Mittwoch, 19. Juli 2017

Stuttgart – „Deutliche Impulse für mehr Wettbewerb“ im Gesundheitswesen fordert die AOK Baden-Württemberg in einer „Agenda Gesundheit“ im Vorfeld der Bundestagswahl.

„Wir haben durch Direktverträge gemeinsam mit den Ärztepartnern eine alternative ambulante Arztversorgung für mittlerweile 1,5 Millionen Versicherte geschaffen. Darauf wollen und können wir uns aber nicht ausruhen, denn die Entwicklung zur besseren Versorgung für unsere Versicherten ist längst nicht abgeschlossen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kasse, Christopher Hermann. Im Fokus der Kasse steht dabei die Krankenhausversorgung.

„Dort ebenfalls breit Direktverträge schließen zu können, würde vor allem Bewegung in Richtung mehr Qualität und zukunftsfähige Strukturen im Land bringen“, sagte Hermann. Er kündigte an, die AOK würde mit den Krankenhäusern gezielt kooperieren, die nachweislich eine hohe Qualität anböten.

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Dies wäre nach Auffassung der Kasse „ein wesentlichen Schritt weg vom Preis- hin zu einem echten Qualitätswettbewerb im Interesse der Versicherten“. „Die AOK Baden-Württemberg steht dabei auch für die Übertragung der Finanzierungs- und Sicher­stellungsverantwortung selbstverständlich zur Verfügung“, betonte Hermann.

Aber die Kasse möchte nicht nur den Wettbewerb im stationären Versorgungsbereich stärken, sondern stellt auch das Kollektivvertragssystem infrage. Im Augenblick sei sie gesetzlich dem Kontrahierungszwang verpflichtet, in dem sie gemeinsam und einheitlich mit anderen gesetzlichen Kassen Leistungen vergüten muss, „also auch solche von minderer Qualität“, heißt es in dem Kassenkonzept.

„Eine Abschaffung der Verpflichtung auf ‚einheitlich und gemeinsam‘, mit Ausnahme der Notfallversorgung, würde helfen, strukturelle Defizite in der Versorgungslandschaft zu beseitigen“, so die Vorstellung der AOK Baden-Würt­tem­berg. Die Krankenkassen sollten dazu sektorenübergreifend Verträge mit Behandlern, Kliniken oder Lieferanten von Medizinprodukten abschließen, die die jeweils erwünschte Qualität bieten, so die AOK Baden-Württemberg. © hil/aerzteblatt.de

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