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Hepatitis: Register zeigt hohe Heilungsrate

Montag, 24. Juli 2017

/adiruch na chiangmai, stock.adobe.com

Ulm – 97 Prozent der in Deutschland behandelten Hepatitis-C-Patienten sprechen auf die Therapie an und können auch zwölf Wochen nach Therapieende als geheilt gelten. Darauf haben die Deutsche Leberstiftung und der Berufsverband Niedergelassener Gastro­enterologen Deutschlands (bng) im Vorfeld des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli hinge­wiesen.

Sie erklärten zudem, die an der Datenerfassung beteiligten Ärzte beachteten die Leit­linien und aktuellen Empfehlungen zur Behandlung der Hepatitis ebenso wie die Vorgaben aus den Zulassungen der Medikamente. Die Verbände stützen sich bei ihren Aussagen auf Daten aus dem „Deutschen Hepatitis-C-Register (DHC-R)“, das beide Verbände gemeinam führen. Es umfasst Daten von rund 11.000 Patienten.

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Behandlung auch bei fortgeschrittener Leberzirrhose möglich

„Es zeigt sich, dass Patienten im Alter von über 70 Jahren genauso gut auf eine anti­virale Therapie ansprechen wie 18- bis 70-Jährige. Für Patienten mit einer zusätzlichen HIV-Infektion, ergeben sich gleiche Erfolgsraten, wie bei Patienten, die nur mit chroni­scher Hepatitis C infiziert sind. Auch Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose können mit den interferonfreien Therapien so effektiv behandelt werden, dass sie als geheilt gelten“, sagte der Leberexperte des bng, Karl-Georg Simon.

Ab 2014 sind in Deutschland zahlreiche direkt antivirale Medikamente zur Behandlung der chronischen Hepatitis C zugelassen worden. „Die vor der Zulassung durchgeführten Studien haben etliche Fragen offen gelassen, die wir heute mit den jetzt vorliegenden Daten beantworten können“, berichtet Simon.

Das Deutsche Hepatitis-C-Register ist 2003 aus einer Initiative von hepatologisch engagierten Ärzten des Berufsverbandes als online gestützte Datenbank zur Versor­gungsforschung auf den Weg gebracht worden. In den zehn Jahren von 2003 bis 2013 sind mehr als 40.000 Patienten untersucht und etwa 27.000 behandelte Patienten dokumentiert worden. Seit Oktober 2014 wird es unter der Schirmherrschaft der Deutschen Leberstiftung in enger Kooperation mit dem bng geführt.

„Das DHC-R ist weltweit eine der wichtigsten Datenquellen für die Verbesserung der Hepatitis-C-Therapie. Es belegt, dass die Behandlung der chronischen Hepatitis C in Deutschland effektiv und sicher ist. Damit trägt es dazu bei, die Behandlung von Patienten zu verbessern“, betonte Dietrich Hüppe, wissenschaftlicher Leiter des Registers. © hil/aerzteblatt.de

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