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Japan will Zahl der Suizide deutlich senken

Dienstag, 25. Juli 2017

/imtmphoto, stock.adobe.com

Tokio – Mit gesetzlichen Maßnahmen gegen Ausbeutung am Arbeitsplatz will Japans Regierung die hohe Suizidrate senken. Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll so die Zahl der Suizide um 30 Prozent sinken, heißt es in einem heute vom Kabinett verab­schiedeten Gesetz. Es enthält Vorschriften zur Begrenzung exzessiver Überstunden und gegen schikanöses Verhalten von Vorgesetzten gegenüber Angestellten.

Die derzeitige Suizidrate in Japan ist nach Einschätzung der Regierung nach wie vor auf einem „kritischen“ Niveau. Sie ist höher als in allen anderen Staaten der G-7-Gruppe, in der die größten Volkswirtschaften der Welt versammelt sind. In Japan nahmen sich ver­gangenes Jahr 21.897 Menschen das Leben. Das entspricht einer Rate von 18,5 Suizi­den pro 100.000 Einwohner.

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In den vergangenen Jahren war die Rate bereits deutlich gesunken. 2003 hatten sich noch mehr als 34.400 Menschen das Leben genommen. 2007 verabschiedete die Regierung einen ersten Plan zum Kampf gegen Suizide; er wird alle fünf Jahre bewertet und aktualisiert.

Der Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen und Suizidrate war vor allem durch den Fall Matsuri Takahashi ins öffentliche Bewusstsein gelangt: Die junge Frau hatte sich 2015 das Leben genommen, nachdem sie als Angestellte bei Japans größter Werbe­agentur regelmäßig mehr als 100 Überstunden pro Monat anhäufte.

Im Mai hatte das Arbeitsministerium in Tokio erstmals eine schwarze Liste veröffent­licht; sie verzeichnet mehr als 300 Unternehmen, die von ihren Angestellten illegale Überstunden abverlangen oder sie auf andere Weise ausnutzen. © afp/aerzteblatt.de

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