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Politik

300.000 Menschen leiden unter Tegel-Fluglärm

Freitag, 28. Juli 2017

/photowahn, stock.adobe.com

Berlin – Etwa 300.000 Menschen in Berlin und Brandenburg leiden nach Angaben des Berliner Senats unter Fluglärm durch den Airport Tegel. Berlins Umweltverwaltung veröffent­lichte heute eine Lärmkarte, die auf 185.464 Flugbewegungen im Vorjahr beruht. Daraus geht hervor, dass tagsüber 141.900 Berliner 55 bis 60 Dezibel Fluglärm aus­gesetzt sind, 133.900 Hauptstädter mehr als 60 Dezibel.

Im Tegel-Einzugsbereich sind demnach 275.800 Berliner betroffen, vor allem in den Bezirken Spandau, Reinickendorf und Pankow. Hinzu kämen Branden­burger, die in der Flugschneise lebten, hieß es. „Die Zahlen zeigen, dass der Flughafen Tegel eine enorm belastende Lärmquelle für sehr viele Berlinerinnen und Berliner ist“, sagte Umwelt- und Verkehrsenatorin Regine Günther (parteilos/für Grüne). Der anste­hen­de Volksentscheid für eine Offenhaltung Tegels verunsichere diese Menschen.

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„Politik muss verlässlich sein“, betonte Günther. „Die Anwohner vertrauen seit Jahren darauf, dass der Flughafen Tegel geschlossen wird, wenn der BER in Betrieb genom­men wird.“ Viele von ihnen hätten wichtige Lebensentscheidungen im Vertrauen auf diesen parteiübergreifenden Konsens getroffen. „Dieses Vertrauen darf nicht enttäuscht werden.“ Den – rechtlich nicht bindenden – Volksentscheid am Tag der Bundestags­wahl am 24. September hatte eine maßgeblich von der FDP untertsützte Initiative mit einer Unterschriftensammlung erzwungen. Sie argumentiert, Tegel werde auch nach der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld weiter gebraucht, weil die Passagierzahlen weiter stiegen.

Der rot-rot-grüne Berliner Senat sowie das rot-rot-regierte Nachbarland Brandenburg und der Bund bestreiten diesen Bedarf und halten indes am Schließungsbeschluss für Tegel fest. Der Senat verweist in dem Zusammenhang schon länger auf rund 300.000 Fluglärm-Betroffene.

Sollte Tegel wider Erwarten doch weiterbetrieben werden, hätten nach Darstellung des Senats und der Flughafengesellschaft etwa 137.000 von ihnen Anspruch auf bauliche Schallschutzmaßnahmen. Hierfür sind laut Umweltverwaltung Kosten von knapp 400 Millionen Euro zu erwarten. Es handele sich um eine Schätzung auf Basis inzwischen veralteter Bevölkerungsprognosen. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #612077
EEBO
am Sonntag, 30. Juli 2017, 19:18

Richtig!

Hier, verehrteste(r) jpink, ging es um Fluglärm von Flugzeugen, nicht um Emissionen von Kfz, wer lesen und dann auch noch denken kann, ist klar im Vorteil... Ahh, eigentlich ging es darum: Bitte den Troll nicht füttern!
Avatar #110369
jpink
am Samstag, 29. Juli 2017, 19:57

Diesel-Hysterie...

...so sehr ich es ja einerseits begrüße, daß nun ein von wem auch immer initiierter Kampf gegen die Verbrenner-PKW Fahrt aufnimmt, so sehr ärgere ich mich andererseits darüber, wie man überhaupt den Flugverkehr dermaßen wuchern lassen kann - und das, da die Hybris, das "Klima retten" zu wollen, doch auch grassiert wie eine Grippe trotz Impfung. Dazu ist das Verbrennen von Kerosin weitgehend steuerbefreit.

Ergibt alles keinen Sinn? Doch, im Großen und Ganzen schon. Nur begreifen das zu wenige. Die Ganzheitlichkeit beim Mediziner findet im Aufstellen einer Buddhastatue im Praxisfoyer ja leider meistens schon ihr bestes Ende.

ahh, es ging um "Fluglärm"... was dem Diesel sein Feinstaub, ist der Turbine ihr Lärm, verstehe.
LNS

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