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Ärzteschaft

Interesse an Facharzt­vermittlung in Niedersachsen gestiegen

Freitag, 28. Juli 2017

Hannover – Seit auch Termine beim Psychotherapeuten von den Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) vergeben werden, ist das Interesse an der zentralen Vermittlung von Facharztterminen in Niedersachsen stark gestiegen. Wie die KV Niedersachsen (KVN) mitteilte, gingen im Juni etwa doppelt so viele Anrufe ein wie drei Monate zuvor. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurde das Personal in der Terminservicestelle aufgestockt.

Bereits seit Anfang 2016 sind die KVen dazu verpflichtet, gesetzlich Versicherten innerhalb von vier Wochen einen Facharzttermin zu verschaffen. Hintergrund waren die langen Wartezeiten in den Praxen. Die Patienten haben allerdings keinen Anspruch auf einen Wunscharzt oder Wunschtermin. Zudem benötigen sie für die Vermittlung eine ärztliche Überweisung mit einer bestimmten Codenummer. Anfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln von bis zu einer halben Stunde gelten als zumutbar.

Im Mai wurden in Niedersachsen 3.879 Termine über die zentrale Stelle gebucht, die meisten davon bei Internisten, Nervenärzten und Psychotherapeuten, teilte die KVN weiter mit. Für ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten ist keine Überweisung notwendig, für eine Akutbehandlung schon.

Nach Auskunft der Vermittlungsstelle lehnten einige Patienten das Angebot ab, weil ihnen ein Weg von zehn Kilometern zu weit erschien oder weil sie sich einen bestimm­ten Psychotherapeuten beziehungsweise eine langfristige Therapiezusage erhofft hatten. Für die Ärzte sei es ärgerlich, wenn darüber hinaus zugesagte Termine nicht eingehalten würden, sagte KVN-Sprecher Uwe Köster. © dpa/aerzteblatt.de

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