NewsPolitikTausende in Deutschland warten auf ein Spenderorgan
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Tausende in Deutschland warten auf ein Spenderorgan

Montag, 31. Juli 2017

Frankfurt am Main – In Deutschland warten weiterhin Tausende Menschen auf ein Organ für eine Transplantation. Das zeigen die neuen Tätigkeitsberichte der deutschen Transplantationszentren für das Jahr 2016, welche die Deutsche Stiftung Organtrans­plantation (DSO) jetzt veröffentlicht hat.

Beispiel Niere: Laut den Berichten haben die rund 50 Zentren in Deutschland im vergangenen Jahr 3.348 Patienten auf die Warteliste gesetzt. Diese umfasste Ende 2016 7.876 transplantabel gemeldete und 4.547 als nicht transplantabel gemeldete Patienten. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr fanden 2.094 Nierentransplantationen statt, 420 Patienten auf der Warteliste starben, 442 Patienten wurden aus sonstigen Gründen von der Liste gestrichen.

Bei den Lebererkrankungen stehen 1.157 transplantable und 1.150 nicht transplan­table Patienten auf der Liste. Beim Herzen sind es 725 und 417 Patienten, bei der Lunge 390 und 263 und beim Pankreas 270 transplantable und 258 nicht transplan­table Patienten.

Anzeige

Die DSO hat die Tätigkeitsberichte aller Transplantationszentren für 2016 zusammen mit der externen vergleichenden Qualitätssicherung auf ihrer Webseite veröffentlicht. Erstmals wurde für jedes Transplantationszentrum pro Organ ein separater Tätig­keits­bericht erstellt. Außerdem hat die Stiftung die Daten der Transplantationszentren für jedes Organ zusammenhängend aufgearbeitet.

Durch diese neue Darstellung mit einem Bericht für jedes Organ, können Interessierte über alle Zentren hinweg gezielt auf die organspezifischen Daten zugreifen, die für sie von Interesse sind. „Durch die Übersichtlichkeit und Nutzerfreundlichkeit leistet die DSO einen Beitrag zur Transparenz in der Transplantationsmedizin in Deutschland“, hieß es aus der DSO.

Die Zahl der Organtransplantationen in Deutschland war in den vergangenen Jahren beständig zurückgegangen und erreichte auch im ersten Halbjahr 2017 einen Tiefpunkt. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER