Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Psychoonkologie: UKE befragt Ärzte für Bestandsaufnahme

Dienstag, 1. August 2017

Hamburg – Alle Krebspatienten sowie deren Angehörige sollen in Deutschland bei Bedarf eine angemessene psychoonkologische Versorgung erhalten. Das sieht der Nationale Krebsplan (Ziel 9) vor. Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) soll nun in einem Gutachten für das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) heraus­finden, wie die Versorgungssituation tatsächlich ist.

Mit der deutschlandweiten Studie „Psychoonkologische Versorgung in Deutschland: Bundesweite Bestandsaufnahme und Analyse“ beauftragt wurde eine Arbeitsgruppe des UKE (psovid@uke.de). „Um die Zielsetzungen dieses Vorhabens erreichen zu können, werden alle potenziellen psychoonkologischen Leistungs­erbringer im Herbst einen Fragebogen erhalten und um Angaben zu ihren Behandlungs­angeboten gebeten“, heißt es von der Arbeitsgruppe.

Anhand der Antworten will das UKE nicht nur herausfinden, ob alle Patienten und ihre Angehörigen, die einen Unterstützungsbedarf aufweisen, deutschlandweit tatsächlich ausreichend versorgt werden. Zu den Fragen gehört zudem, welches Spektrum die Angebote umfas­sen. Auch ist laut UKE unklar, wie umfassend die psychoonkologische Versorgung in verschiedenen Regionen in Deutschland innerhalb der unterschiedlichen Settings etabliert ist. Darüber hinaus soll erhoben werden, wer die Leistungserbringer sind und was diese anbieten.

„Diese deutschlandweite Bestandsaufnahme und Analyse aller psychoonkologischen Angebote sowie Leistungserbringer soll Klarheit verschaffen, um Konzepte für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der psychoonkologischen Versorgung sowie deren Finanzierung entwickeln zu können“, heißt es vom UKE.

Der Nationale Krebsplan wurde vom BMG gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesell­schaft, der Deutschen Krebshilfe, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren sowie 20 Organisationen und 100 Experten initiiert. Er wurde 2008 mit dem Ziel erstellt, die Versorgung von Krebspatienten sowie die Krebsfrüherkennung in Deutsch­land weiterzuentwickeln und zu verbessern. © may/EB/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

5. Februar 2018
Basel – Die psychische Belastung, die mit der Diagnose einer Krebserkrankung verbunden ist, ließ sich in einer randomisierten Studie im Journal of Clinical Oncology (2018; doi:
Online-Stressmanagement hilft Krebspatienten bei der Krisenbewältigung
29. Dezember 2017
Stuttgart – Das Sozialministerium fördert im kommenden Jahr acht der 13 Krebsberatungsstellen in Baden-Württemberg erneut mit 450.000 Euro. Das teilte Minister Manfred Lucha (Grüne) heute in Stuttgart
Baden-Württemberg unterstützt Krebsberatungsstellen
15. Dezember 2017
Lugano – Mit einem Positionspapier hat die (ESMO) auf die wachsende Diskrepanz zwischen den Bedürfnissen von Krebspatienten und der tatsächlichen Anwendung patientenorientierter Pflege in der Praxis
Experten sprechen sich für unterstützende und palliative Pflege in der Krebsbehandlung aus
22. November 2017
Kuala Lumpur – Posttraumatische Belastungsstörungen treten nicht nur nach Naturkatastrophen und bei Opfern und Zeugen physischer Gewalt auf. Eine Studie in Cancer (2017; doi: 10.1002/cncr.30980)
Posttraumatische Belastungsstörung nach Krebs häufig
29. August 2017
Heidelberg – Trotz mangelnder wissenschaftlicher Belege glauben viele Menschen, dass psychische Belastungen Auslöser für Krebs sein können. In einer heute veröffentlichten Umfrage des Deutschen
Psyche und Krebs: Viele glauben an Zusammenhang
4. August 2017
Köln – Ein neues Projekt zur psychoonkologischen Versorgung in Deutschland namens „Integrierte, sektorenübergreifende Psychoonkologie“ (isPO) wird derzeit in Köln vorbereitet. Ziel ist es, ein Konzept
Mammutprojekt zur Psychoonkologie startet
20. April 2017
Berlin – Die Diagnose Krebs kann Patienten, Angehörige und Ärzte enorm belasten. Mit neuen Beratungsangeboten wollen das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige