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Politik

Zigarette setzt mehr Feinstaub frei als Diesel

Freitag, 4. August 2017

Heilbronn – Baden-Württembergs Landesgesundheitsminister Manfred Lucha hat in der Feinstaubdebatte zur Verhältnismäßigkeit aufgerufen. „Ich bin keiner, der Äpfel mit Birnen vergleicht, aber zur Ehrlichkeit in der Feinstaubdebatte gehört auch: Eine Ziga­rette setzt mehr Feinstaub frei als ein Dieselbetrieb ohne Katalysator bei einer Stunde Laufzeit“, sagte der Grünenpolitiker der Heilbronner Stimme.

Gleichzeitig kündigte der Minister an, dass bei einer geplanten Feinstaub-Studie des Landes ein Lungenspezialist der Berliner Charité die Leitung übernehmen wird. Dem­nach soll Christian Witt, Leiter des Arbeitsbereichs ambulante Pneumologie an der Klinik, die Federführung übernehmen. Untersucht werden die Zusammenhänge zwischen erhöhten Schadstoffmesswerten und dem Gesundheitszustand von Anwoh­nern besonders betroffener Gebiete.

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„Wir müssen alle Emissionsquellen einbeziehen. Um ein valides Ergebnis zu erhalten, braucht es gewisse Laufzeiten, daher steht noch kein genauer Zeitplan fest“, sagte Lucha. Es solle keinen Schnellschuss geben. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #838374
Mark A.
am Sonntag, 9. August 2020, 14:54

Kein "Quatsch", aber etwas verkürzt

@Karl-Heinz1: Die italienische Studie vergleicht nicht den Schadstoffausstoß (Emissionen) von Zigaretten und Diesel-Pkw, sondern die Immissionen in einem geschlossenen Raum. Anschaulich formuliert ist das die Feinstaubbelastung, der ein Passivraucher in einem 60 m³ großen Raum ausgesetzt ist, in dem eine Zigarette geraucht wird, verglichen mit dem Aufenthalt in einer gleich großen, geschlossenen Garage, in der ein Diesel-Pkw mit laufendem Motor steht, der keinen Partikelfilter hat. Dieser entscheidende Faktor wurde leider in der Presse, wie auch hier im Ärzteblatt, meist nicht berichtet und daraus resultieren typische Fehlinterpretationen wie die Ihre.

Da das Fahrzeug steht, entstehen keine Immissionen durch Abrieb an Reifen und Bremsen. Außerdem ist dabei zu beachten, dass ein Dieselmotor seine Leistung über die Kraftstoffmenge regelt und deshalb das Luftverhältnis (λ) nur im Vollastbereich nahe 1 ist. Bei der überstöchiometrischen Verbrennung im Teillastbereich und speziell im Leerlauf (typisch etwa λ = 7) entstehen nur wenig Partikelemissioenen, da die Rußpartikel im großen Luftüberschuss ausgezeichnet verbrennen.

Avatar #755829
Karl-Heinz1
am Samstag, 24. November 2018, 23:37

@cis2000

@cis2000
Das Verbrennen von Tabak erzeugt kein zusätzliches CO2, da die Pflanze schon CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen hatte. Anders verhält es sich mit fossilen Brennstoffen. Das ist zusätzlicher Kohlenstoff, der - einst tief in der Erde gebunden - zusätzlich in den atmosphärischen Kreislauf gelangt. Tabak verbrennen ist quasi erneuerbare Energie :-)
Dass Nikotin ein pflanzliches Pestizid ist, steht auf einem anderen Blatt.
Avatar #755829
Karl-Heinz1
am Samstag, 24. November 2018, 00:40

Eine Ziga­rette setzt mehr Feinstaub frei als ein Dieselbetrieb ohne Katalysator bei einer Stunde Laufzeit

Der Rauch einer Zigarette produziert etwa 40 mg Feinstaub. Das kommt selbst bei einem modernen Diesel innerhalb von 10km aus dem Auspuff, ohne dabei Reifen- und Bremsenabrieb zu berücksichtigen. Also ist die Aussage, "eine Ziga­rette setzt mehr Feinstaub frei als ein Dieselbetrieb ohne Katalysator bei einer Stunde Laufzeit", völliger Quatsch. Schon bemerkenswert so eine Propaganda in einem Ärzteblatt zu lesen.
Avatar #731292
cis2000
am Samstag, 27. Oktober 2018, 22:20

Eine Ziga­rette setzt mehr Feinstaub frei als ein Dieselbetrieb ohne Katalysator bei einer Stunde Laufzeit

Sollten wir Raucher anhalten den Klimaschutz einzuhalten? Jeder Raucher schädigt das Klima?
MfG
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