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Politik

Pflegekräfte brauchen Gesundheits­prävention

Freitag, 4. August 2017

/Kzenon, stock.adobe.com

München – Pflegekräfte haben einer Umfrage zufolge einen großen Bedarf an Gesundheitsprävention. Das ist das Ergebnis einer von Gesundheitsforschern der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) durchgeführten Studie, wie der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) heute in München mitteilte. Befragt wurden demnach bundesweit fast 1.400 Pflegekräfte in über 6.000 Einrichtungen. Demnach sehen rund 40 Prozent ihre Berufsbelastung kritisch, drei von vier der Befragten würden an einem Präventionsprogramm teilnehmen.

Die Untersuchung ist Teil des wissenschaftlichen Projekts „PFLEGEprevent“. An diesem beteiligen sich BHV, Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) und der Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung der LMU. Angesichts des Ergebnisses sieht BHV-Vorsitzender Klaus Holetschek dringenden Handlungs­bedarf. So habe vor kurzem auch der BKK-Gesundheitsatlas gezeigt, dass die Zahl der Erkrankungen in der Pflege besorgniserregend sei. Die Beschäftigten in Pflege- oder Altenheimen seien im Jahr durchschnittlich 24 Tage krank, alle anderen Berufstätigen 16 Tage.

Ziel des Projekts ist es laut Mitteilung, angesichts der hohen Belastung der Pflege­kräfte ein eigenes Präventionsprogramm zu entwickeln. Es solle zunächst in Bad Reichen­hall durchgeführt werden. Die Pflegekräfte wünschen sich der Befragung zufolge im Rahmen eines fünftägigen Präventionsprogramms neben Entspannungs­einheiten, Bewegungsangeboten und aktiver Rückenschule vor allem Schulungen. Hierbei stünden Themen wie „Teamarbeit stärken“ sowie die Bewältigung von Konflikt­situationen im Team im Vordergrund. Die ersten Programme sollen ab 2018 angeboten werden.

Das Präventionsprogramm „PFLEGEprevent“ solle später allen Kurorten zur Verfügung gestellt werden, heißt es. Zudem fordern beide Verbände die Krankenkassen und Arbeitgeber auf, das Programm künftig im Rahmen einer Kur oder beruflichen Gesund­heitsförderung zu bezahlen. © kna/aerzteblatt.de

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FrauStrauch
am Sonntag, 6. August 2017, 09:20

"Gesundheitsprävention" gibt es nicht!

Interessante Studie, auch wenn im Titel fälschlicherweise von einer "Gesundheitsprävention" gesprochen wird. Dieser Begriff ist nicht korrekt und zudem widersprüchlich - vielmehr ist die (Krankheits-)Prävention oder Gesundheitsförderung gemeint.

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