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Ausland

Jugend Rettet will weitermachen

Freitag, 4. August 2017

Rom – Nachdem in Italien ein Schiff der deutschen Nichregierungsorganisation (NGO) Jugend Rettet beschlagnahmt wurde, was die Organisation zunächst dementiert hatte, und gegen die Hilfsorganisation ermittelt wird, will Jugend Rettet schnellstmöglich wieder in die Flüchtlingsbergung im Mittelmeer einsteigen. Das erklärte die NGO heute.

„Unsere Priorität ist, unser Schiff freizukriegen und gegen die Beschlagnahme vorzu­gehen“, sagte der Sprecher der Organisation, Titus Molkenbur. Das Rettungsschiff „Iuventa“ war vorgestern von den italienischen Behörden auf Lampedusa beschlag­nahmt worden und sollte heute von der Küstenwache für weitere Untersuchungen ins sizilianische Trapani gebracht werden.

Die Staatsanwaltschaft in Trapani ermittelt wegen des Vorwurfs der Begünstigung illegaler Migration gegen die junge Organisation mit Sitz in Berlin, die seit 2016 Einsätze im Mittelmeer fährt. Bisherigen Ermittlungen zufolge sollen Teile der Besat­zung mehrmals Migranten an Bord genommen haben, die nicht in Seenot und noch in Begleitung von Schleppern gewesen sein sollen.

Die Staatsanwaltschaft in Trapani schließt derzeit aber aus, dass Jugend Rettet Teil einer kriminellen Vereinigung sei oder mit Schleppern zusammengearbeitet habe, um Profit daraus zu schlagen.

Die Organisation hat inzwischen italienische und deutsche Strafrechtsanwälte beauf­tragt. „Die Akten in diesem komplexen Verfahren liegen uns noch nicht vor. Deshalb können wir zu den konkreten Vorwürfen noch nichts sagen, bis wir komplette Akten­einsicht haben“, sagte Molkenbur. © dpa/aerzteblatt.de

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M. Malone
am Sonntag, 6. August 2017, 13:59

Reißleine

Daß Italien angesichts des Shuttle Service sich selbst autorisierender Personen endlich die Reißleine zieht und diese stoppt bzw. auf eigene Faust handelt - ist angesichts der nicht vorhandenen Bereitschaft aller anderen Europäer die Masseneinwanderung aus Afrika aufzunehmen mehr als verständlich und ein Stück Realismus und Veranwortung gegenüber der eigenen Bevölkerung. Und falls wieder die Mär von der Ausbeutung Afrikas durch die Europäer kommt - lt internationaler Bank f. Zahlungsverkehr fließt jedes Jahr das achtfache der gesamten Entwicklungshilfe an Afrika in Steueroasen u. Briefkastenfirmen, wo sich es dann unsere Eliten u. die korrupten afrikanischen Eliten gut gehen lassen können. Der einzige Unterschied - hier haben wir noch eine einigermaßen funktionierende Presse und journalistische Aufklärung und es gibt hier mehr zu verteilen!

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