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Politik

Hunderttausende in Rheinland-Pfalz keine echten Notfälle

Montag, 7. August 2017

/eunikas, stock.adobe.com

Mainz – Rund 300.000 Patienten gehen in Rheinland-Pfalz nach Schätzung der Kran­ken­hausgesellschaft pro Jahr in die Notaufnahme statt zum ärztlichen Bereitschafts­dienst. Die Belastung habe zugenommen, sagte der Vorsitzende Gerald Gaß. Die Krankenhäuser würden „durch ambulante Notfallpatienten für ihre eigentlichen Aufgaben blockiert“.

Landesgesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) forderte mehr Aufklärung für Patienten darüber, wo und zu welchen Zeiten sie medizinische Hilfe bekommen. Der Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) Rheinland-Pfalz, Jörn Simon, schlägt Portalpraxen an Kliniken vor, um Notaufnahmen zu entlasten. „Bagatellfälle gehören nicht in die Notaufnahme von Krankenhäusern“, kritisierte Simon.

Über mit Patienten überfüllte Notaufnahmen, die nicht den richtigen Weg zu den Bereitschaftsdiensten der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) finden, machen sich seit Jahren Krankenhäuser und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) Gedanken. Um Lösungen wird gestritten.

Krankenhäuser müssen offiziell die erste Anlaufstelle für die ambulante Notfall­versor­gung werden, hatte zuletzt der Verband der Krankenhausdirektoren Deutsch­lands (VKD) gefordert. KBV und Marburger Bund (MB) hatten sich hingegen für eine gemein­same und einheitliche erste Anlaufstelle für die Notfallversorgung von Patienten aus­gesprochen. Eine Reform solle zudem die Notfallnummer 112 und die bundes­weite Bereitschaftsdienstnummer 116117 einbinden, hieß es. © dpa/aerzteblatt.de

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