Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Fachgesellschaft warnt vor Lebensmittel­infektionen im Hochsommer

Mittwoch, 9. August 2017

Fachgesellschaft warnt vor Lebensmittelinfektionen im Hochsommer
/StefanieB, stock.adobe.com

Berlin – Vor Lebensmittelinfektionen im Hochsommer warnt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). „Bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit vermehren sich Mikroorganismen wie Salmonellen und Campylobacter besonders gut“, hieß es aus der Fachgesellschaft.

Laut DGVS sinkt die Zahl der Salmonellenerkrankungen bundesweit seit 2001. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 12.962 Infektionen durch Salmonellen gemeldet. Gleichzeitig nehme aber die Campylobacter-Enteritis in Deutschland zu. Seit 2001 sei die Zahl der Infektionen von knapp 55.000 auf 73.999 im Jahr 2016 gestiegen.

Größere Ausbrüche werden nach Angaben des RKI immer wieder durch den Verzehr von Rohmilch verursacht. „Sie ist die häufigste bakteriell verursachte Durchfallerkrankung. Kinder sind von Lebensmittel­infektionen besonders häufig betroffen“, betont die DGVS.

Hauptinfektionsquellen von Salmonellen und Campylobacter sind tierische Lebens­mittel. Die Erreger können sich in unzureichend erhitztem Fleisch und in rohen Eier­speisen befinden sowie in Milchspeise-Eis und Konditoreiwaren. Auch bereits fertig geschnittene abgepackte Salate und Sprossen haben laut DGVS ein erhöhtes Verunreinigungsrisiko.

„Bei schweren Verläufen oder wenn Säuglinge oder alte und chronisch kranke Men­schen betroffen sind, muss bei einer Salmonellen-Infektion eine Antibiotika­behand­lung in Betracht gezogen werden“, erläuterte Matthias Ebert, Direktor der II. Medizini­schen Klinik des Universitätsklinikums Mannheim. Allerdings werde diese Behandlung wegen der steigenden Resistenzen gegen Antibiotika immer schwieriger.

„Die bedroh­liche Resistenzentwicklung gegen Standardantibiotika wird in der Zukunft eine große klinische Herausforderung bei der Behandlung schwerer Salmonellen-Infektionen darstellen“, so Ebert. Er betonte daher, eine Antibiotikatherapie sollte nur auf der Grundlage einer Resistenzbestimmung erfolgen. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

23.02.18
Wie Yersinien sich vor dem Immunsystem verstecken
Braunschweig – Bakterien der Gattung Yersinia verursachen immer wieder Magen-Darm-Infektionen auch in Deutschland. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig......
22.02.18
Patientenzahl mit multiresistentem Keim an Göppinger Klinik leicht rückläufig
Göppingen – In einem Krankenhaus in Göppingen ist die Zahl der mit multiresistenten Keimen besiedelten Patienten leicht zurückgegangen. 30 Patienten, die Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) in......
21.02.18
Infektion nach Magen-Darm-Operation weltweit häufiges Problem
Edinburgh – Weltweit entwickeln rund 12 % der Patienten nach einer Magen-Darm-Operation innerhalb von 30 Tagen eine Infektion. Das berichten Wissenschaftler der weltweit agierenden sogenannten......
20.02.18
Göppinger Klinik kämpft weiter gegen multiresistenten Keim
Göppingen – Eine Klinik in Göppingen hat im Kampf gegen einen multiresistenten Keim betroffene Patienten isoliert. Die Stadt hatte dies gefordert und ein Zwangsgeld von 50.000 Euro angedroht, sollte......
08.02.18
Intensivstation am Klinikum Mutterhaus nach Keimbefall wiedereröffnet
Trier – Ein wegen Keimbefalls geschlossener Teil der Erwachsenen-Intensivstation am Trierer Klinikum Mutterhaus Mitte ist wieder geöffnet. Nach intensiven Reinigungsarbeiten bestehe keinerlei Gefahr......
08.02.18
Gefährliche Keime auf Hamburger Intensivstation
Hamburg – Auf der Intensivstation einer Hamburger Klinik sind gefährliche Keime entdeckt worden, ein Patient wurde isoliert. Bei ihm sei eine Infektion mit VRE-Keimen (Vancomycin-resistente......
06.02.18
Intensivstation am Trierer Klinikum Mutterhaus bleibt zunächst geschlossen
Trier – Nach dem Fund eines multiresistenten Keims bei sieben Patienten bleibt die Intensivstation des Trierer Klinikums Mutterhaus Mitte in den nächsten Tagen weiterhin geschlossen. „Vor Ende der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige