NewsÄrzteschaftUnzuverlässige Patienten kosten Arztpraxen bis zu 1.000 Euro pro Monat
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Unzuverlässige Patienten kosten Arztpraxen bis zu 1.000 Euro pro Monat

Donnerstag, 10. August 2017

/Yantra, stock.adobe.com

München – Patienten, die ihre Termine nicht einhalten, sind für Arztpraxen ein Ärger­nis. Bei einer Befragung von 561 niedergelassenen Ärzten beklagten mehr als die Hälfte aller Befragten finanzielle Einbußen von bis zu 1.000 Euro pro Monat, in Einzel­fällen sogar mehr. Mit 25 Prozent werden Kontrolluntersuchungen besonders häufig vergessen.

Angestoßen wurde die Umfrage von dem Unternehmen terminius.com. Befragt wurden niedergelassene Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Teilnahme erfolgte per Faxantwort und über ein nicht öffentliches Online-Formular. Während Patienten jenseits der 51 Lebensjahre als besonders pflicht- und terminbewusst wahrgenommen werden, gelten Praxisbesucher zwischen 19 und 30 Jahren als klare Spitzenreiter in Sachen Unzuverlässigkeit (44,64 Prozent). Nach ihrem persönlichen Eindruck gefragt, gab über die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer an, eine zunehmende Verstärkung des Negativtrends zu beobachten.

Anzeige

Die Praxen reagieren laut Umfrage zunehmend auf den Trend: Knapp die Hälfte der befragten Ärzte erinnern ihre Patienten aktiv an bevorstehende Termine – oft persön­lich per Telefon (42,93 Prozent), über den Postweg (31,48 Prozent), per E-Mail (14,49 Prozent) oder per SMS (8,94 Prozent).

Die Befragung erfolgte im Rahmen der Pünktlichkeitsstudie. Sie teilt sich in eine allgemeine Hauptumfrage sowie zahlreiche Branchenumfragen auf. Ins Leben gerufen wurde die Untersuchung von der infin – Ingenieurgesellschaft für Informationstechnologien. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #720508
e.ne
am Montag, 14. August 2017, 06:15

Arzthelfer/innen könnten den Patienten die Dinge erklären ..

Ich lernte das so - bei einem FA aus Berlin in Franken, Bamberg.
In Düsseldorf verlor ich mal nach 2 Monaten, innerhalb der Probezeit eine Arzt.Stelle genau deswegen. Ich erklärte den Patienten die Medikamente auf den Rezepten. Der Arzt erlebte das wohl als
Wichtigtuerei o.ä. und meinte zwar schon, daß er dies nicht wolle aber auch direkt, dass es zw.
uns nicht ginge. Der Düsseldorfer Umgang mit Geld - eh na ja - die Pat. jedes Quartal von Kopf
bis Fuß durch zu untersuchen Labor Rö wie vor einer OP im Kr.H. bringt zwar Geld ist aber nicht
notwendig.
Avatar #720508
e.ne
am Montag, 14. August 2017, 06:01

Termine bei Ärzten - sind ein Graus

Patient muss trotz Termin immer warten.
Kalkuliert man das ein, leistet es sich später zu kommen - Theater und Geschrei - und man kann
ggf wieder gehen - weil jetzt die Anderen dran sind.
Es kann aber auch passieren, dass man als Termin-Patient auf gar keinen Arzt trifft - sondern auf
einen "Mann!" nur das dieser fremde Mensch nun komplett wahnsinnig ist - was weitere
Komplikationen, Zeitverlust und schlimme Dinge nach sich zieht - weil ja nichts so wichtig ist
wie dieser fremde Mensch - in dem Fall noch im fremden Land - ganz weit weg von allen in Bayern.

Resistenz im vorigen Kommentar - es wiederholte sich 3x und das war 3x zuviel bei starken
Nierenschmerzen. - Ein Urologe im Münsterland. - Keine große Arztauswahl.
Avatar #720508
e.ne
am Montag, 14. August 2017, 05:44

Aufklärung ist alles - das geht nur über Erklären mittels Sprache

Dazu fehlt angeblich die Zeit - in Wirklichkeit das Interesse.
Das verstehe ich nicht.
Dasselbe gilt für RESISTENZ - Resistent werden.
Man muss den Patienten erklären, dass Antibiotika etc keine Lutschpastillen/Halstabletten Bonbons
sind die sie bei Bedarf einnehmen können, wenn sie wollen oder zufällig man dran denken.
Manche Ärzte schienen es in den 70ern (mein Erleben) darauf angelegt zu haben, dass die Patienten
wieder kommen als Patienten lange erhalten bleiben. - Inklusive Kranken­haus­auf­enthalt.
4-5 x das Spiel: "Nehmen sie das ... 3 Tage und sie sind gesund!" wenn man es 14 Tage nehmen sollte - und Patient kommt mit 41 Fieber in das Krankenhaus für 4 Wochen, wo derselbe Facharzt
Belegarzt ist. - Das bringt Geld - gleich Vielen. - Patient verliert ein Semester -und auch das
Spiel lässt sich wieder holen - Hauptsache Frau fliegt raus aus Arbeit Beruf Studium wie auch immer
LNS

Nachrichten zum Thema

5. Dezember 2018
Umeå/Schweden – Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Die visuelle Darstellung der Ergebnisse einer bilateralen Carotis-Sonografie hat in einer randomisierten kontrollierten Studie viele Patienten
Ampelschema der Karotissklerose überzeugt Patienten von Prävention
22. Oktober 2018
Nottingham – Patienten mit Gichtanfällen, die durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Haut und Gelenken ausgelöst werden, erreichten in einer randomisierten Studie im Lancet (2018; 392:
Gicht-Schulung verbessert Behandlungsergebnisse
19. September 2018
Dresden – Eine neue Online-Lerneinheit schult Ärzte und andere Gesundheitsfachkräfte für die Kommunikation mit Patienten. Entwickelt haben sie Mitarbeiter des Bereiches Psychosoziale Medizin der
Onlineschulung hilft beim Arzt-Patienten-Gespräch
14. September 2018
Hamburg – Wenn sich Patienten vor ihrem Arztbesuch etwa im Internet über ihre Krankheitsbilder informieren, dann reagiert eine Mehrheit der Mediziner positiv darauf. Das ergab eine forsa-Umfrage für
Ärzte reagieren meist positiv über vorinformierte Patienten
28. August 2018
Berlin – Hohes Vertrauen und Zufriedenheit über die Arbeit von Vertragsärztinnen und -ärzten, aber Skepsis bei der Digitalisierung der Medizin: Die diesjährige Versichertenbefragung der
Der persönliche Arztkontakt wird geschätzt
9. Juli 2018
Münster – Der 11. Westfälische Ärztetag hat sich für eine Stärkung der Digitalkompetenz von Ärzten ausgesprochen. Dazu sollten digitale Informationen rund um Medizin und Gesundheit so aufbereitet und
Westfälischer Ärztetag: Digitalkompetenz für Ärzte stärken
5. Juli 2018
Mainz – Ein bewegungsförderndes Umfeld mit einem Bewegungsparcours haben das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie und das Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation der
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER