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Medizin

Diese Berufe erhöhen das Rheuma-Risiko

Freitag, 11. August 2017

Maurer und Betonarbeiter haben das höchste Risiko für eine rheumatoide Arthritis /Hoda Bogdan - stock.adobe.com

Stockholm – Berufe, die mit einer Exposition von Luftschadstoffen verbunden sind, erhöhen laut einer Fall-Kontroll-Studie in Arthritis Care & Research (2017; doi: 10.1002/acr.23321) das Risiko, an einer rheumatoiden Arthritis zu erkranken. Die verantwortlichen Noxen konnte die Studie nicht ermitteln.

Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis (RA), bei der Autoantikörper die Synovial­schleimhaut der Gelenke angreifen, ist nicht bekannt. Neben einer genetischen Prädisposition werden auch Umweltfaktoren diskutiert. Tabakrauchen zählt zu den etablierten Risikofaktoren. 

Viele Menschen sind am Arbeitsplatz Schadstoffen ausgesetzt. Es könnte deshalb auch ein berufliches Risiko geben. Anna Ilar vom Institut für Umweltmedizin am Karolinska Institut in Stockholm hat hierzu die Daten der EIRA (Epidemiological Investigation of Rheumatoid Arthritis) ausgewertet. Die bevölkerungsbasierte Studie stellt 3.522 Patienten, deren RA-Diagnose durch den Nachweis von CCP-Antikörpern gesichert wurden, 5.580 gesunden Kontrollpersonen gegenüber. Dabei wurden eine Reihe von bekannten und möglichen Risikofaktoren wie Alter und Geschlecht, Alkoholkonsum (eher protektive Wirkung) Rauchen, Body-Mass-Index und Bildungsniveau berück­sichtigt.

Die Analyse ergab, dass unter den Männern Maurer und Betonarbeiter das höchste Risiko haben. Die Odds Ratio von 2,9 (95-Prozent-Konfidenzintervall) bedeutet, dass sie fast dreimal häufiger als andere Beschäftigte an RA erkrankten. Für Elektro- und Elektronikarbeiter ermittelte Ilar eine Odds Ratio von 2,1 (1,1-3,8). 

Unter den Frauen hatten Hilfsschwestern im Krankenhaus und anderes angelerntes Personal ein leicht erhöhtes Risiko (Odds Ratio 1,3; 1,1-1,6).

Welche Stoffe am Arbeitsplatz für das erhöhte RA-Risiko verantwortlich sind, konnte die Studie nicht klären. Zu den verdächtigsten Substanzen gehören Silikate, Asbest, organische Lösungsmittel und Motorabgase. © rme/aerzteblatt.de

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