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Politik

Elektronische Gesundheitskarte: Laumann fordert Patientenzugriff

Freitag, 11. August 2017

Köln – Der nordrhein-westfälische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) will gesetzlich Versicherten den Zugang zu ihren Patientendaten ermöglichen. „Die Versi­cher­ten müssen Herr über ihre eigenen Daten sein“, sagte Laumann dem Kölner Stadt-Anzeiger. Er schlägt dafür zum wiederholten Mal einen Online-Zugriff für Patienten auf die elektronische Gesundheits­karte (eGK) vor. „Es muss zum Beispiel möglich sein, dass sie jederzeit ihre eigenen Daten einsehen können, auch ohne dass ein Arzt oder ein anderer Behandler dabei ist“, fügte der Minister hinzu.

Die Tele­ma­tik­infra­struk­tur müsse „so weiterentwickelt werden, dass der Datenzugriff technisch von überall möglich ist – ob vom Heim-PC, vom Tablet oder vom Smart­phone“, sagte Laumann. Dass dabei „ein höchstmöglicher Datenschutz sichergestellt“ werden müsse, verstehe sich von selbst.

Bereits als Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung hatte Laumann zuletzt im Mai dieses Jahres mehr Nutzen der fortschreitenden Digita­lisierung für die Patien­ten gefordert. Es könne nicht sein, dass mündige Bürger nur unter Beaufsichtigung durch den Arzt Ein­sicht in ihre eigenen Daten nehmen könnten, sagte er damals. Diese müssten – ähnlich wie beim Online-Ban­king – immer und überall, zugleich aber auch sicher, auf ihre Behandlungsdaten in einer elektronischen Patientenakte zugreifen können. © kna/aerzteblatt.de

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