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Ausland

Trump ruft „nationalen Notstand“ wegen Opioidkrise aus

Freitag, 11. August 2017

Bedminster – US-Präsident Donald Trump hat wegen der Opioidkrise in den USA den „nationalen Notstand“ ausgerufen. „Es ist ein ernsthaftes Problem, das wir in dieser Art noch nie hatten", sagte er gestern Abend vor Journalisten in seinem Golfclub in Bed­minster. „Wir werden viel Zeit, viel Aufwand und viel Geld in die Opioidkrise investie­ren“, kündigte er an. Alle zuständigen Behörden seien angewiesen, mit allen zur Ver­fügung stehenden Mitteln auf die „Opioid-Epidemie“ zu reagieren.

2016 starben in den USA rund 60.000 Menschen an einer Überdosis durch verschrei­bungspflichtige Schmerzmittel und Heroin, wie aus einer Berechnung der New York Times hervorgeht. Das war ein Anstieg um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach Angaben der US-Gesellschaft für Suchtmedizin sind zwei bis drei Millionen US-Bürger abhängig von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln und Heroin. Pro Tag sterben demnach 90 Menschen in den USA an einer Opioid-Überdosis.

US-Justizminister Jeff Sessions hatte zuvor erklärt, die USA hätten noch nie eine ver­gleichbar hohe Zahl an Toten durch Überdosen zu beklagen gehabt. Sein Ministerium kündigte eine Sondereinheit an, die gegen Betrügereien im Gesundheitswesen bei der Verschreibung von Opioiden vorgehen soll. © afp/aerzteblatt.de

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