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Vermischtes

Kampagne soll für Pilzinfektionen sensibilisieren

Mittwoch, 16. August 2017

Atlanta/Jena – Um das Bewusstsein für Pilzerkrankungen zu schärfen, haben die Gesundheitsbehörden der USA, die Centers for Disease Control (CDC), erstmals eine „Fungal Disease Awareness Week“ (Woche der Pilzerkrankungen) ausgerufen. Das bundesweite Forschungskonsortium InfectControl 2020 begrüßt die amerikanische Sensibilisierungskampagne.

Unter dem Motto „Think fungus“ (Denk an Pilzinfektionen) macht die CDC noch bis zum 18. August auf Probleme der Pilzinfektionen aufmerksam. Beispielsweise werden Patienten und Ärzte gezielt aufgefordert, bei Krankheiten, die trotz Behandlung keine Besserung zeigen, Pilzinfektionen in Betracht zu ziehen. Darüber hinaus thematisiert die Gesundheitsbehörde die Problematik resistenter Pilzerreger, die durch vorhandene Medikamente kaum zu behandeln sind.

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Hierzulande befasst sich das bundesweite Konsortium InfectControl 2020 bereits seit fünf Jahren mit der Thematik. In interdisziplinären Forschungsvorhaben widmen sich Wissenschaftler und Industrievertreter gemeinsam in rund 30 Projekten dem viel­schichtigen Problem der Infektionskrankheiten.

Erstmals untersuchen Veterinär­mediziner, Wissenschaftler und Landwirte gemeinsam systematisch, wie resistente Schimmelpilze in unserer Umwelt entstehen. Die Forscher interessiert dabei besonders, wie der Verbrauch von Antimykotika in der Medizin und Landwirtschaft mit der Entstehung von Resistenzen zusammenhängt.

„Pilzinfektionen sind eine unterschätzte Gefahr. Trotz steigender Fallzahlen sind die diagnostischen Möglichkeiten für eine frühzeitige Erkennung von Pilzinfektionen derzeit stark begrenzt“, warnte Oliver Kurzai, wissenschaftlicher Leiter des Forschungs­verbunds InfectControl 2020. Um infizierten Patienten schneller und gezielter helfen zu können, entwickelt das Konsortium derzeit einen neuartigen Diagnosetest auf Basis körpereigener Immunzellen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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