Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

G-BA beschließt jährliche Strukturabfrage für perinatologische Einrichtungen

Freitag, 18. August 2017

/Olesia Bilkei, stock.adobe.com

Berlin – Perinatologische Einrichtungen, dazu gehören Perinatalzentren und Häuser mit perinatalem Schwerpunkt, werden künftig jährlich befragt, ob sie die qualitätssichernden Anforderungen an die Versorgung von Früh- und Reifgeborenen erfüllen. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) heute mit der Änderungen der Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL) beschlossen. Die Angaben sollen künftig standortbezogen ausgewertet und – gemeinsam mit einem Bericht – auf www.perinatalzentren.org veröffentlicht werden.

Der G-BA habe bislang keine gesicherten Informationen über den Umsetzungsgrad in den perinatologischen Einrichtungen, erklärte Dr. med. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied im G-BA. Die Vorsitzende des Unterausschusses Qualitätssicherung betonte, es gebe insbesondere über die pflegerische Versorgung sehr widersprüchliche Angaben. „Mit der nun beschlossenen standardisierten Strukturabfrage kann der G-BA die Umsetzung der Anforderungen prüfen und bewerten“, so Klakow-Franck.

Der Beschluss zur Änderung der QFR-RL wird dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung vorgelegt und tritt unmittelbar nach Nichtbeanstandung und Bekannt­machung im Bundesanzeiger weitgehend in Kraft. Der Einsatz der geänderten Anlage 3 der QFR-RL, die Checklisten für das Nachweisverfahren zur Erfüllung von Qualitätsanforderungen, ist aber erst ab dem 1. Januar 2018 vorgesehen.

Der G-BA hat den Auftrag, Maßnahmen der Qualitätssicherung für Krankenhäuser zu beschließen. Die QFR-RL bestimmt anhand eines risikobezogenen Stufenkonzeptes – Perinatalzentren Level 1 und 2, Perinataler Schwerpunkt und Geburtsklinik – die jeweils vorzuhaltenden Strukturen und Prozessmerkmale sowie die Mindestanforderungen an deren Qualität. Die Einrichtungen müssen die Anforderungen der jeweiligen Versorgungsstufe jederzeit erfüllen. © may/EB/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

5. Juni 2018
Ulm – Detaillierte Qualitätsergebnisse für 60 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren hat das Universitätsklinikum Ulm jetzt veröffentlicht. Das Klinikum hat die rund 350 Kennzahlen im
Universitätsklinikum Ulm veröffentlicht Qualitätsergebnisse
1. Juni 2018
Berlin – Ein Großteil der niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten setzt die Vorgaben zum Qualitätsmanagement umfassend um. Das ergab eine Stichprobenerhebung der Kassenärztlichen
Qualitätsmanagement in fast allen Praxen etabliert
3. Mai 2018
Hannover – Gesundheits-App-Hersteller scheinen Gütesiegeln bisher nur wenig Relevanz beizumessen. Die wenigsten mobilen Anwendungen werben damit im App-Store. Etwas häufiger findet man offiziell
Die wenigstens Medizin-Apps werben mit Gütesiegeln oder einer CE-Kennzeichnung
30. April 2018
Frankfurt am Main – Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat neue Qualitätsberichte der Transplantationszentren in Deutschland für das Jahr 2016 vorgestellt. Sie geben Aufschluss darüber,
Neue Qualitätsberichte der Transplantationszentren erschienen
20. April 2018
Magdeburg – Wegen des Verdachts auf Qualitätsmängel haben Sachsen-Anhalts Apotheker im vergangenen Jahr die Untersuchung von fast 300 Arzneimitteln angeordnet. „Jeder Apotheker ist verpflichtet,
Fast 300 Arzneimittel bei Qualitätskontrollen aufgefallen
19. April 2018
Berlin – In einem gemeinsamen Projekt mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) werden an der Charité – Universitätsmedizin Berlin Arztbriefe ausgelesen und automatisiert
„Bei der Verarbeitung deutscher klinischer Daten steht die Forschung im Vergleich zum englischen Sprachraum noch am Anfang“
16. April 2018
Berlin – Ärzte benötigen seit diesem Monat einen Herstellernachweis über die korrekte Aufbereitung ihrer Endosonografiesonden, um von ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) eine Genehmigung für die

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige