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Lärm und Isolation machen Stadtbewohner krank

Freitag, 18. August 2017

/kichigin19, stock.adobe.com

Berlin – Stressforscher Mazda Adli fordert eine systematische Umgestaltung der Innenstädte, um die Gesundheit der Stadtbewohner zu verbessern. Veränderungen seien in einer „sich rasant urbanisierenden Welt das Gebot der Stunde“, sagte der Psychiater der Berliner Charité der Wochenzeitung Das Parlament. Nach Ansicht Adlis müssen vor allem die Verkehrskonzepte besser an die Bedürfnisse der Menschen angepasst werden.

Die Wahrscheinlichkeit für psychische Erkrankungen ist laut Adli bei Stadtbewohnern messbar größer. So sei das Risiko einer Schizophrenie bei Stadtbewohnern im Ver­gleich zum Durchschnitt mindestens doppelt, das Depressionsrisiko anderthalb Mal so groß. Auch Angsterkrankungen finde man in Städten häufiger als auf dem Land. Dies ist nach Einschätzung des Psychiaters vor allem der Kombination aus sozialer Dichte und sozialer Isolation geschuldet. „Wirkt beides gleichzeitig auf uns ein, wird sozialer Stress gesundheitsrelevant“, warnte der Experte.

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Vor diesem Hintergrund plädierte Adli für eine „lebenswertere“ Gestaltung der Innen­städte, etwa durch öffentliche Plätze, breite Bürgersteige sowie mehr kleinere Grünflächen. „Eine Straße sollte Anwohner dazu anregen, vor die Haustür zu treten. Das wirkt der sozialen Isolation entgegen", so der Mediziner. Ein nahes Stadtgrün sei für viele psychi­sche Funktionen günstig, verbessere die Konzentration und Schulleistungen von Kindern und verringere die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken. © hil/sb/aerzteblatt.de

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nabilabdulkadirdeeb.germany
am Dienstag, 6. Februar 2018, 09:27

Während Deutschland wegen der schlechten Luft in zahlreichen Städten ein Vertragsverletzungsverfahren droht, laufen den Angaben zufolge zudem bereits Dutzende weitere Verfahren der Europäischen Union.



74 EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland !!!
Deutschland gibt innerhalb der EU gern den Musterschüler. Dem "Handelsblatt" zufolge ermittelt die Kommission aber in Dutzenden Fällen wegen Verstößen gegen europäisches Recht.

Deutschland verstößt laut einem Medienbericht aktuell häufiger gegen Europarecht als zum Regierungswechsel 2013. Aktuell seien in Brüssel 74 EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik anhängig, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Während Deutschland wegen der schlechten Luft in zahlreichen Städten ein Vertragsverletzungsverfahren droht, laufen den Angaben zufolge zudem bereits Dutzende weitere Verfahren der Europäischen Union. Unter anderem gehe die Kommission wegen Nitrat im Trinkwasser, Feinstaub, Stickoxiden oder wegen Verstoßes gegen die Wasserrahmenrichtlinie gegen Deutschland vor.Die Zahl der Verfahren stieg demnach im Vergleich zu 2013 um knapp ein Fünftel. 2016 habe die Zahl der Verfahren gegen Deutschland mit 91 allerdings noch höher gelegen, teilte das Wirtschaftsministerium in der Antwort weiter mit.

Aufgeschlüsselt nach Ressorts verstößt das Bundesverkehrsministerium laut Bericht am häufigsten gegen geltendes EU-Recht - mit 20 EU-Vertragsverfahren. Das Umweltministerium belege mit 16 laufenden Verfahren den zweiten Platz, es folge das Finanzministerium mit elf Verfahren. 12 von 74 Verfahren seien bislang vor dem Europäischen Gerichtshof gelandet.

apr/dpa

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/74-eu-vertragsverletzungsverfahren-laut-medienbericht-gegen-deutschland-a-1191963.html
Avatar #667459
nabilabdulkadirdeeb.germany
am Sonntag, 4. Februar 2018, 12:53

An Autobahnen und Kreuzungen, in Städten mit viel Verkehrslärm und Fabriken lebt es sich deutlich ungesünder.


http://science.orf.at/stories/2805050/

Blutdruck steigt bei Lärm und schlechter Luft.
An Autobahnen und Kreuzungen, in Städten mit viel Verkehrslärm und Fabriken lebt es sich deutlich ungesünder. Denn Luftverschmutzung und Lärm können sich auf Dauer negativ auf den Blutdruck der Menschen auswirken. Das zeigt eine europaweite Untersuchung.


Für die Studie wurden mehr als 41.000 Probanden in fünf Ländern bis zu neun Jahre beobachtet. „Beide Umweltfaktoren sind in separaten Analysen mit dem Auftreten einer Hypertonie assoziiert“, sagt die Studienleiterin Barbara Hoffmann vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Das Risiko bestehe bereits bei Konzentrationen deutlich unterhalb der gültigen EU-Grenzwerte, betont Hoffmann. „Die Grenzwerte reichen nicht aus. In der Konsequenz kann die aktuelle Gesetzgebung die Bevölkerung nicht ausreichend vor den nachteiligen Folgen der Luftverschmutzung schützen.“

Die Studie
„Long-term exposure to ambient air pollution and traffic noise and incident hypertension in seven cohorts of the European study of cohorts for air pollution effects“, European Heart Journal, 25.10.2016

Langzeitwirkung
Getestet wurden Teilnehmer aus Norwegen, Schweden, Dänemark, Spanien und Deutschland, die zu Beginn der Untersuchung weder über Bluthochdruck klagten noch Medikamente einnahmen. Bei mehr als 6.200 (15 Prozent) hatte sich nach mehrjähriger Beobachtung nach Angaben der Probanden Bluthochdruck entwickelt. In Deutschland wurde das Ruhrgebiet (Mülheim, Essen und Bochum) ebenso untersucht wie die Region Augsburg.

Der Feinstaub wurde bei den Tests in den europäischen Regionen in verschiedenen Größenklassen gemessen: Die kleinsten Teilchen waren bis zu 2,5 Mikrometer (PM2,5) groß, die größeren bis zu 10 Mikrometer. Ebenso gemessen wurden Rußteilchen und Verkehrsdichte im Umkreis um die Wohnadresse der Probanden. Das Ausmaß des Straßenverkehrslärms wurde den EU-Lärmkartierungen entnommen.

Pro fünf Mikrogramm PM2,5-Partikel je Kubikmeter Luft nimmt das Risiko für Bluthochdruck der Studie zufolge um 22 Prozent zu. Diese Menge entspreche ungefähr dem Unterschied zwischen dem am stärksten verschmutzten und dem saubersten Viertel einer Stadt. Hoffmann: „Höhere Rußkonzentrationen erhöhen ebenfalls das Erkrankungsrisiko.“

Grenzwerte überdenken
Nach einer weiteren Analyse wurde am Anfang bei knapp 11.000 Probanden kein erhöhter Blutdruck gemessen. Rund 3.500 von ihnen wiesen bei einer späteren Messung schließlich höhere Bluthochdruckwerte auf. In dieser kleineren Gruppe von Teilnehmern konnten jedoch keine Zusammenhänge zwischen Luftqualität, Lärm und gemessener Hypertonie beobachtet werden. Hoffmann begründet das unter anderen damit, dass der strenge Grenzwert von 140 zu 90 mmHg bei einer einmaligen Messung im Studienzentrum bei vielen Probanden aufgrund von Aufregung zu einer falschen Hypertonie-Diagnose geführt haben könnte, was das Ergebnis verzerrt.

Auch andere Studien hatten einen Zusammenhang zwischen Verkehrslärm, Luftverschmutzung und Herzkreislauferkrankungen nachgewiesen. Vor allem nächtlicher Lärm und das Einatmen kleiner Feinstaubpartikel bis 2,5 Mikrometer stehen in Zusammenhang mit Verkalkungen und Verhärtungen an der Hauptschlagader, wie eine Analyse von Medizinern des Westdeutschen Herzzentrums in Essen 2013 zeigte. Kardiologen, die das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten ihrer Patienten berechnen, sollten neben den hinlänglich bekannten Faktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Bluthochdruck auch die Lärm- und Smogbelastungen einbeziehen, sagte der verantwortliche Herzmediziner Hagen Kälsch.

Die derzeitigen Grenzwerte in der EU sind Hoffmann zufolge ein Kompromiss auf Basis alter Studien. „Es ist eben ein gesellschaftlicher Abwägungsprozess, in den man die gesundheitlichen Folgen und die Kosten einbezieht.“

science.ORF.at/APA/dpa



http://science.orf.at/stories/2805050/


https://academic.oup.com/eurheartj/article/38/13/983/2439478

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Avatar #667459
nabilabdulkadirdeeb.germany
am Sonntag, 4. Februar 2018, 12:38

Die Luft in vielen Städten ist seit Jahren zu dreckig, die EU-Kommission droht mehreren Ländern mit Klagen. Umweltministerin Hendricks nimmt die Autobauer in die Pflicht - und fordert die Umrüstung alter Diesel.



http://www.spiegel.de/auto/aktuell/diesel-abgase-eu-kommission-und-staaten-jahrelang-untaetig-a-1190575.html


Luftverschmutzung
Der lange Bremsweg des dreckigen Diesels
Die Luft in vielen Städten ist seit Jahren zu dreckig, die EU-Kommission droht mehreren Ländern mit Klagen. Umweltministerin Hendricks nimmt die Autobauer in die Pflicht - und fordert die Umrüstung alter Diesel.

Erst zitierte Karmenu Vella die Umweltminister von neun EU-Staaten nach Brüssel, dann gab der Umweltkommissar den harten Verteidiger von europäischem Recht: Bis Ende nächster Woche müssten die betreffenden Staaten, darunter Deutschland, Maßnahmen ergreifen, um die seit Jahren zu hohe Luftverschmutzung in Ballungsgebieten in den Griff zu bekommen. Nur Schritte, die "ohne jegliche Verzögerung" zur Einhaltung der Grenzwerte führten, könnten noch eine Klage der Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof abwenden, sagte Vella am Dienstag.by Teads


Die Höhe der Strafe ist offen. Der Göttinger Europarechtler Alexander Thiele hält 400.000 Euro pro Tag ab Urteilsverkündung für realistisch. Hinzu komme ein Pauschalbetrag für die Vergangenheit, der bei 25 bis 30 Millionen Euro liegen könnte.Das Problem: Sowohl Vella als auch die Regierungen der betroffenen Staaten wissen, dass das nicht möglich ist. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) blieb deshalb nach dem Treffen nicht viel mehr übrig als einzugestehen, dass Deutschland wohl vor dem EuGH verklagt werde. "Die Folgen sind dann wie immer", sagte Hendricks. "Es gibt ein Zwangsgeld, dann muss man jeden Tag bezahlen."

Hendricks: "Verursacher müssen das Problem lösen"

Die von Vella geforderten Maßnahmen, die über Nacht zu besserer Luft in den Städten führen sollen, gibt es schlicht nicht. Zwar habe man diverse Schritte beschlossen, sagte Hendricks. Deren Wirkung werde sich aber "sukzessive entfalten". Das größte Problem in Deutschland seien fast sechs Millionen bereits zugelassene Diesel-Pkw, die nach der Euro-5-Abgasnorm zugelassen wurden, und das noch bis Ende 2016. "Man kann nicht einfach sagen, verschrottet die mal", meint Hendricks. Das wäre sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch unsinnig.


Stattdessen gehe es darum, die Flotte umzurüsten. Eine nachträgliche Ausstattung mit einer funktionierenden Adblue-Technologie - was in erster Linie den Einbau größerer Harnstofftanks in die betroffenen Autos nach sich zöge - hätte das Potenzial, "die Stickoxide wirklich zu vermindern", sagte Hendricks.
Derzeit lasse man in Expertengruppen prüfen, ob und wie das technisch möglich sei. Die nächste Bundesregierung müsse dann über die Umsetzung entscheiden. "Es ist klar, dass das auch finanziert werden muss - wie ich meine, durch die Automobilhersteller", so Hendricks. Das sei zwar noch nicht die Haltung der Bundesregierung, räumte die Ministerin ein. "Ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns in diese Richtung bewegen werden." Es könne nicht sein, dass die Kosten am Verbraucher hängenblieben: "Die Verursacher müssen das Problem lösen."

20 deutsche Städte überschreiten Grenzwerte deutlich

In 70 deutschen Städten werden die Grenzwerte für die Luftbelastung laut Hendricks regelmäßig überschritten. 50 davon lägen nur knapp über der Schwelle, 20 jedoch so weit darüber, dass es noch Jahren dauern dürfte, dort die EU-Grenzwerte einzuhalten. Bis 2020 wolle man die 20 Städte zumindest in die Nähe des Erlaubten bringen.

EU-Kommissar Vella wies derartige Versprechungen als unzureichend zurück. Immerhin gehe es um die Gesundheit Tausender Menschen, die von Asthma, Lungenkrebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen sein könnten. Nach Angaben der EU-Umweltbehörde EEA gibt es pro Jahr in der EU rund 400.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub und 75.000 weitere durch Stickoxide.

Letztere entstehen vor allem durch Diesel-Autos. Deshalb sei nun schnelles Handeln gefragt, betonte Vella. "Es hat keinen Sinn, den Eltern eines siebenjährigen Kindes mit chronischer Bronchitis zu sagen, dass die Lage sich 2030 bessern werde", schrieb er in einem Blogbeitrag.

Kommission und Mitgliedstaaten schoben Verantwortung hin und her

Allerdings hat auch die EU-Kommission im Kampf gegen die Luftverschmutzung nicht immer eine ruhmreiche Rolle gespielt. Sitzungsprotokolle, Briefwechsel und Gesprächsmitschriften belegen, dass sowohl die Brüsseler Behörde als auch die Regierungen der Mitgliedstaaten schon seit vielen Jahren vom Problem mit den Stickoxiden wissen - und sich gegenseitig die Verantwortung zuschoben.

Schon 2007 maßen Experten der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission (JRC) erstmals die Abgase von Dieselautos im Fahrbetrieb - und schon damals stellten sie fest, dass die Stickoxid-Emissionen viel zu hoch sind. 2010 veranstaltete die Kommission in Brüssel einen Workshop mit Vertretern der Mitgliedstaaten und der Autohersteller. Im Protokoll heißt es, dass Dieselautos, die gemäß den Abgasnormen Euro 4 und 5 zugelassen wurden, auf der Straße vier- bis fünfmal so viele Stickoxide ausstoßen wie erlaubt. Seit 25 Jahren, erklärten JRC-Fachleute bei dem Treffen, seien die Emissionen nicht zurückgegangen - trotz immer strengerer Abgasnormen.

Die Luftmessungen in den Städten passten ins Bild. 2008 etwa meldeten 296 von 821 Zonen in insgesamt 21 EU-Staaten Überschreitungen der Feinstaub-Grenzwerte. Die Stickoxid-Limits wurden in 188 Zonen gerissen. Zwar eröffnete die Kommission Vertragsverletzungsverfahren, gegen neun Staaten laufen derzeit welche. Doch auch sie blieben weitgehend wirkungslos.

Hendricks wehrte sich gegen den Eindruck, die Bundesregierung sei untätig gewesen. So habe man inzwischen Abgasmessungen im Fahrbetrieb (Real Driving Emissions, kurz RDE) eingeführt und einen neuen EU-Prüfzyklus verabschiedet. Nur beziehe sich das alles auf neu zugelassene Fahrzeuge. Resultate würden sich deshalb erst nach und nach zeigen, sagte Hendricks: "Man muss die Prozesshaftigkeit sehen."

Zusammengefasst: Die EU-Kommission fordert mehrere Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, ultimativ auf, endlich gegen die Luftverschmutzung in Ballungsgebieten aktiv zu werden - sonst werde man vor dem Europäischen Gerichtshof klagen. Dieser Schritt aber scheint kaum noch abwendbar, denn es wird voraussichtlich noch Jahre dauern, bis die Schadstoff-Emissionen spürbar sinken. Eine Ursache ist die jahrelange Untätigkeit der EU-Staaten - und auch der Kommission selbst.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/diesel-abgase-eu-kommission-und-staaten-jahrelang-untaetig-a-1190575.html
Avatar #671446
nabilabdulkadirdeeb.germany&
am Dienstag, 22. August 2017, 07:23

COPD und Asthma sind in den meisten Fällen Folge der über die Jahre eingeatmeten Luftschadstoffe oder Allergene.





Nabil Abdul Kadir DEEB
53140 Bonn / GERMANY

COPD und Asthma sind die beiden häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen. Beide Erkrankungen sind in den meisten Fällen Folge der über die Jahre eingeatmeten Luftschadstoffe oder Allergene. Die wichtigsten Risikofaktoren der COPD sind Rauchen sowie Feinstaub/Schwebstaub (ambient particulate matter) gefolgt von der Luftver­schmut­zung im Haushalt, der Staubexposition am Arbeitsplatz sowie Ozon und Passiv­rauchen. Diese Faktoren erklären nach den Berechnungen von Vos 73,3 Prozent aller durch die COPD verloren gegangenen Lebensjahre in guter Lebensqualität (DALY). Beim Asthma lässt sich der Zusammenhang weniger leicht herstellen. Rauchen und „asthma­gene“ Schadstoffe am Arbeitsplatz erklären laut Vos 16,5 Prozent der Asthma-beding­ten DALY.

Quellen :

Deutsches Aerzteblatt :

Medizin :

Weltweit 3,6 Millionen Todesfälle durch COPD und Asthma

Montag, 21. August 2017


https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/77727/Weltweit-3-6-Millionen-Todesfaelle-durch-COPD-und-Asthma .



Mit freundlichen kollegialen Gruessen


Ihr


Nabil Abdul Kadir DEEB
Arzt – Physician – Doctor
PMI-Registered Doctors'Association
53140 Bonn / GERMANY





nabilabdulkadirdeeb.germany@gmail.com

Avatar #671446
nabilabdulkadirdeeb.germany&
am Freitag, 18. August 2017, 14:03

Verkehrslärm kann komplexe psychische und physiologische Stressreaktionen auslösen.





Nabil Abdul Kadir DEEB

53140 Bonn / GERMANY


Verkehrslärm kann komplexe psychische und physiologische Stressreaktionen auslösen.


In der Tat sind Lärm und Feinstaub gut untersuchte Gesundheitsbelastungen. Weniger bekannt ist der soziale Stress und seine Rolle für die psychische Gesundheit. Dieser Stress erwächst aus der Kombination von sozialer Dichte und sozialer Isolation. Wenn beides gleichzeitig auf die Menschen einwirkt, wird sozialer Stress gesundheitsrelevant, vor allem, wenn er subjektiv unkontrollierbar erscheint.

Die Wahrscheinlichkeit für psychische Erkrankungen ist bei Stadtbewohnern messbar größer. So sei das Risiko einer Schizophrenie moeglicherweise bei Stadtbewohnern im Ver­gleich zum Durchschnitt mindestens doppelt, das Depressionsrisiko anderthalb Mal so groß. Auch Angsterkrankungen finde man in Städten häufiger als auf dem Land.

Verkehrslärm kann komplexe psychische und physiologische Stressreaktionen auslösen. Für Auswirkungen des Verkehrslärms auf das Herz-Kreislauf-System wird insbesondere die Aktivierung des sympathischen Nervensystems, daneben auch die Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse verantwortlich gemacht (1). Die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO schätzt, dass im westlichen Teil Europas mindestens eine Million um Beeinträchtigungen bereinigte verlorene Lebensjahre („disability-adjusted life years“, DALY) auf Verkehrslärm-induzierte Erkrankungen zurückzuführen sind (2) s.u. .


LITERATUR :

1. Kraus U, Schneider A, Breitner S, et al.: Individual daytime noise exposure during routine activities and heart rate variability in adults: a repeated measures study. Environ Health Perspect 2013; 121: 607–12. 2. WHO: Burden of disease from environmental noise: quantification of healthy life years lost in Europe. Bonn: WHO: European Centre for Environment and Health 2010. www.euro.who.int/__data/assets/pdf_fi le/0008/136466/e94888.pdf (last accessed on 12 October 2015).

Herzinfarktrisiko durch Flug-, Straßen- und Schienenverkehrslärm Ergebnisse einer sekundärdatenbasierten Fall­kontroll­studie Andreas Seidler, Mandy Wagner, Melanie Schubert, Patrik Dröge, Jörn Pons-Kühnemann, Enno Swart, Hajo Zeeb, Janice Hegewald

file:///C:/Users/Deeb/AppData/Local/Microsoft/Windows/Temporary%20Internet%20Files/Content.IE5/LBAGKQ2W/m407.pdf


mit freundlichen kollegialen Gruessen

Ihr

Nabil Abdul Kadir DEEB
Arzt – Physician – Doctor
PMI-Registered Doctors'Association
53140 Bonn / GERMANY





nabilabdulkadirdeeb.germany@gmail.com







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