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Ausland

Cholera: Unicef beginnt mit Aufklärungskampagne im Jemen

Freitag, 18. August 2017

Sanaa/Köln – Mit einer landesweiten Kampagne will die Kinderhilfsorganisation Unicef gemeinsam mit UN- und Nichtregierungsorganisationen die derzeitige Choleraepide­mie im Jemen eindämmen. Dazu verteilen rund 40.000 freiwillige Helfer jeweils fünf Stück Seife, orale Rehydratationssalze gegen das Austrocknen bei lebensgefährlichem Durchfall sowie Informationen zur Prävention und Behandlung an private Haushalte.

Die weltweit größte Choleraepidemie hat bislang fast 2.000 Todesopfer gefordert, 513.000 Verdachtsfällen wurden registriert. Durch den Zusammenbruch der Wasser­versorgung infolge des Bürgerkrieges erkranken derzeit jeden Tag etwa 5.000 Menschen an Cholera, fast die Hälfte davon sind Kinder.

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Mit dem Beginn der Regenzeit hat sich das Krankheitsrisiko im Jemen noch erhöht, da die Abwässer durch Müll und Unrat fließen und das Grundwasser verunreinigen. Zugleich wird der Kampf gegen die Choleraepidemie dadurch erschwert, dass viele Gesundheitseinrichtungen nicht mehr funktionsfähig sind. Ärzte und Pflegepersonal haben seit zehn Monaten keine Gehälter mehr erhalten.

Cholera kann unbehandelt tödlich enden. Insbesondere für Kinder, die bereits unzu­reichend ernährt sind, ist Cholera lebensgefährlich. Infolge des Konflikts und der Wirtschaftskrise leiden laut Unicef im Jemen 385.000 Kinder an akuter Mangel­ernährung. © hil/sb/aerzteblatt.de

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